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Aleppo die Trümmerstadt

Die einst malerische Stadt und UNESCO-Weltkulturerbe Aleppo ist frei, aber dennoch zerstört. Durch die Flüchtlingswellen bis über die Grenzen hinaus bemerkbar. In der Vergangenheit hat diese Stadt schon viel ertragen müssen. Wann endet der Groll?

 
 

Aleppo hatte ursprünglich circa 2,5 Millionen Einwohner und war die größte Stadt Syriens nach Damaskus. 1986 wurde die berühmte und gepflegte Altstadt Aleppos mit ihrem großen Handel zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt. Somit entstand der Auftrag sie zu schützen. Doch der Terror ließ die Mauern fallen - Mauern hinter denen viele religiöse Gemeinschaften und Völker, wie die Araber, Armenier und Aramäer friedlich zusammenlebten.


Rückblick:
1516 – Schlacht von Marj Dabiq
1823 – Cholera und Pest
1850 – Pogrom durch Josef Bam
2. Weltkrieg – Völkermord an den Armeniern
1947 – Pogrom gegen die Juden
2012/2016 – Bürgerkrieg Syriens


Tiefe Narben bleiben!

(Akrostichon)

Tragende Mauern fallen im Angesicht des Terrors
Implodierende Menschen, explodierende Bomben
Erschütterungen: Raketen, Hubschrauberrotoren, Panzer
Feuer kalter Wärme züngelt im Bazar empor
Empörender Kulturgüterfall lässt die Welt weinen

Narben der Güter
Angebote von – Freiem Geleit
Ruinen bilden dennoch das Seelengefängnis
Bussenevakuierung Aufständiger
Endlich der Sieg über die Rebellen
Nur Trümmerstadt und Freiheit ist konträr

Baden – gehen – ohne Wasser
Lebende Händler kehren zurück
Ein Hoffen auf Wiederaufbau – nur wie?
Im Geldbeutel der Regierung nur - Ruinen
Bleibt noch der Glaube an den optimistischen Funken
Ein Epos wenn es keine weitere Hilfe mehr gibt
Narben der Menschheit


Aleppo ist befreit. Doch bedeutet es wirklich die Freiheit - so wie die aktuelle Lage ist?
Die Medien wenden sich nach und nach ab, denn es herrscht kein Krieg mehr.  Die Menschen dort werden einfach mit ihrer Hoffnung und den Trümmern alleine gelassen. Daher benötigen sie jede Hilfe!

In dem Buch „Hoffnung in der Hölle: Als Franziskaner in Aleppo“, berichtet ein dort lebender Pater des Franziskanerordens auf schockierende Weise über die wahren, dort herrschende Zustände in Aleppo.


Ein Zitat aus dem Buch:


Jeden Tag habe ich hier mit mindestens vier Fällen bitterer Not zu tun. Vor einiger Zeit ist eine alte Frau zu uns gekommen und hat mir erzählt, wie arm und krank sie sei. Sie zeigte mir eine geladene Pistole und sagte, sie wäre bereit, -inWürde- zu sterben, wenn sie den Schmerz und die Verzweiflung nicht mehr ertragen könnte.

 

https://www.herder.de/leben-shop/hoffnung-in-der-hoelle-klappenbroschur/c-28/p-10822/

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