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extra unterwegs: Reisen einmal anders - Couchsurfing

extra unterwegs: Reisen einmal anders - Couchsurfing

„Couchsurfing ist eine Seite im Internet, auf der Menschen aus der ganzen Welt ihre Couch zum Übernachten für Reisende anbieten...“, erkläre ich immer und immer wieder. Meistens nachdem jemand fragt, in welchem Hostel ich denn bin. Nein, ich bin nicht gern im Hostel, wenn es geht dann immer Couchsurfing, selbst an Weihnachten hat das geklappt. „Ist das nicht gefährlich?“, ist die nächste Frage. Ich sage nein und ich erkläre euch warum.

 
 

Couchsurfing ist eine Plattform um Menschen aus der ganzen Welt zu vereinen. Sie sind alle weltoffen, neugierig und vielleicht ein bisschen verrückt, denn sie laden einen fremden Menschen in ihr Wohnzimmer ein oder gehen selbst in fremde Wohnzimmer zum Übernachten. Hört sich eigentlich recht verrückt an, wenn man sich aber mal informiert ist das gar nicht mehr so verrückt.

Die Profile


Jeder Couchsurfer hat ein Profil. Hier stehen die Standarddaten: Name, Alter, Ort. Viel interessanter sind aber all die anderen Informationen. Das erste Feld ist immer eine persönliche Beschreibung. Doch erst dann wird es interessant, was ist deine aktuelle Mission, deine Philosophie, deine Interessen, dein Musikgeschmack, was kannst du teilen, willst du lernen und kannst du lehren. Wenn man alle Felder gewissenhaft ausfüllt hinterlässt man einen sehr persönlichen Eindruck im Internet, doch das ist wichtig, man will doch schließlich wissen, ob man zusammen passt, wenn man einige Tage gemeinsam wohnt.

Die Referenzen


Die verrücktesten Menschen erkennt man immer am Feld „Eine faszinierende Sache, die ich gemacht habe“. Die Reaktion darauf ist entweder „woah Freak“ oder „wow diesen Menschen will ich treffen“ oder eben auch beides. Am wichtigsten am Profil sind aber die Referenzen. Menschen, die dich getroffen haben, die bei dir auf der Couch geschlafen haben oder dich in ihr Haus aufgenommen haben, hinterlassen dir einen Kommentar: Positiv, neutral oder negativ. Es gibt wenige negative Referenzen, doch die sollte man ernst nehmen.

Erlebnisse


Natürlich bleibt ein Restrisiko, doch man sollte auf seinen Verstand hören. Hat man ein schlechtes Gefühl, nicht hingehen. Es geht nicht darum auf jeden Fall das Geld für ein Hostel zu sparen. Es geht darum einen tollen Menschen kennen zu lernen, die Stadt aus der Sicht eines Einheimischen zu sehen, Geschichten zu teilen und ein tolles Erlebnis zu haben. Couchsurfer sind in der Regel alle unglaublich offen und lebensfroh und motiviert dir einen tollen Aufenthalt zu ermöglichen. Das ganze kostet wirklich nichts, was aber selbstverständlich sein sollte, wenn man eine Weile bei einem anderen Menschen wohnt, auch mal Einkaufen, in der Bar ein Bier mit bezahlen, gemeinsam kochen. Ganz wichtig , es gibt keine Regeln, alles kann, nichts muss.

Couchstatus


Auch wenn du gerne surfen willst aber bei dir zu Hause keine Möglichkeit hast jemanden aufzunehmen, ist das kein Problem. Es gibt folgende Couchstatus: Ja, vielleicht, ich reise gerade und nein. Außerdem gibt es noch „Coffe or a drink“ , das bedeutet, man hat keine Möglichkeit jemanden aufzunehmen, aber man trifft sich gerne mit Reisenden, auf einen Drink oder zeigt ihnen die Stadt. Die Idee dahinter ist Vorurteile abzubauen, die Welt zu verbinden, man kann Sprachen lernen und Kulturen verstehen.

Events


In großen Städten gibt es meistens eine gut aufgebaute Community. In Gruppen können sich Couchsurfer organisieren. Sie treffen sich zu einen Picknick am Strand, lernen so viele Leute aus der Stadt kennen und sehen ihre Heimat vielleicht mal aus einem anderen Blickwinkel. Man feiert Weihnachten zusammen, Sylvester, Couchsurfer laden alle zu ihrem Geburtstag ein. Das passiert, jeder kann mitmachen, mit Couchsurfing bleibt niemand alleine. Es ist ein Lebensgefühl.

 

Weiterführende Links

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