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Faszination Reisen

Faszination Reisen

Schon im Mittelalter machten sich die Menschen auf in die Ferne. Doch damals brauchte eine Reise viel mehr Zeit, brachte Gefahren und Ungewissheit mit sich. In diesem Artikel wird das Reisen im Mittelalter dem heutzutage gegenübergestellt.

 
 

Heutzutage ist reisen Standard

Im Zeitalter der Flugzeuge ist es für uns kein Problem mehr über die Grenzen Deutschlands hinweg zukommen. Ob wir Down-Under Koalas und Kängurus besuchen, in Ägypten Jahrtausend alte Pyramiden besichtigen oder ins Land der aufgehenden Sonne reisen möchten, die Türen dieser Welt stehen uns offen.
Unsere Reise buchen wir meistens im Internet, ein paar Klicks und schon wird das Ticket gefaxt. Dann nur noch in den Flieger steigen und schon bist du am anderen Ende der Welt, knapp 16.000 Kilometer entfernt von deiner Heimat.
Reisen gehört bei uns schon fast zum Alltag, nach einer Studie des Verbraucherforschungsinstituts Mintel kamen im Jahr 2001 rund 70 Millionen Bundesbürger auf Flughäfen im Ausland an.
Wir scheuen uns nicht davor, unsere Heimat für ein paar Wochen zu verlassen und in die verschiedensten kulturellen Kreise einzutauchen. Getrieben von Neugierde und Abenteuerlust erkunden wir die Welt, mit all dem, was sie zu bieten hat.

Früher musste die Reise ohne Internet und Telefon organisiert werden

Doch auch schon im Mittelalter war das Reisen ein fester und zugleich bedeutender Bestandteil im Leben der Menschen. Es waren vor allem Geistliche und Gebildete, die die Strapazen einer Reise auf sich nahmen, um ein neues Land zu entdecken. Mit einem Pferdegespann oder gar zu Fuß machten sich die Menschen in dieser Zeit auf. Reisen galt damals schon als seltenes, jedoch in den meisten Fällen zugleich auch kräfte- zehrendes Erlebnis. In der vom Feudalismus geprägten Welt des Mittelalters konnten es sich ausschließlich der König und Adel leisten „zum Vergnügen“ zu Reisen. Beschwerlich und gefährlich gestaltete sich dagegen das Reisen für den dritten Stand. Oftmals existentielle, jedoch auch religiöse Gründe bildeten die Motivation für die ärmere Gesellschaft sich der mühsamen Reise nicht zu entziehen. Pilger folgten ihrem Glauben, Kaufleute trieben ihren Handel und Forscher machten sich auf die Suche nach Antworten auf wissenschaftlich ungeklärte Fragen. Im Mittelalter war das Reisen mit durchaus mehr verbunden als nur in den Flieger zu steigen und das Urlaubsziel mit all seinen Vorzügen zu genießen. Monatelange, manchmal sogar jahrelange Vorbereitung ging dem Beginn der oftmals genauso langen Reise zuvor.

Eine Reise brachte Lasten, Gefahren und Hindernisse mit sich

Zu der Gepäcklast kamen die Sorgen, nicht heil am Ziel anzukommen. In Gruppen oder allein gingen die Menschen auf eine Reise ins Ungewisse. Überfälle waren keine Seltenheit. Flüsse, Schluchten und Gebirge stellten sich den Reisenden in den Weg. Tagesetappen von 30-45 Kilometer zu Fuß nagten an den Kräften. Nicht immer bot sich in der Nacht ein geeigneter Platz zum Schlafen und die Menschen mussten meist mit nur einer sehr geringen Menge an Proviant auskommen. Als Reisezeit wählten die Menschen überwiegend die Sommerzeit aus, da ihnen so Kälte, Schneestürme und auch die Last der zusätzlichen Bekleidung erspart blieb. Jedoch hatte auch die Winterzeit ihre Vorzüge zu bieten. Sumpfige Gegenden und Wasserwege konnten leichter passiert werden, was die Reisezeit oftmals beträchtlich verkürzte. Auch war in der kalten Jahreszeit die Gefahr, Räubern zum Opfer zu fallen, geringer.

Das Luxusreisen von heute

Heute, im 21. Jahrhundert, können wir unabhängig von Jahreszeit, innerhalb von Stunden, jeden Fleck der Erde besuchen. Heute gehen wir nicht mehr zu Fuß und wir müssen uns auch nur wenig Gedanken über mögliche Hindernisse, wie Schluchten, auf unsere Reiseroute machen.
Doch früher wie auch heute sammeln wir auf unseren Reisen Erfahrungen und Wissen, wie wir es sonst auf keiner Weise erlangen.

Ein Artikel aus "Financial t('a)ime", Schülerzeitung der Kaufmännischen Schule (mit Wirtschaftsgymnasium) Tauberbischofsheim.


Weiterführende Links:

im Jugendnetz:

im weiteren WWW:

  • Financial t('a)ime, Schülerzeitung der Kaufmännischen Schule (mit Wirtschaftsgymnasium) Tauberbischofsheim.
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