weltweit
extra leben: Der Traum von der großen Freiheit
Traumziel: USA
"Eine der größten Befürchtungen von angehenden Austauschschülern ist, dass man in einer Gastfamilie landet, mit der es Probleme geben könnte", erklärt Tanja Kunz vom Reiseunternehmen "Travelworks". Sie und Robert Musik, der für die Organisation "Education First" Schüler berät, die ein High-School-Jahr machen wollen, haben viel Erfahrung mit Schülern, die an Fernweh leiden. "20 Prozent wechseln tatsächlich während ihres Aufenthaltes die Familie, jeder Zehnte bricht sogar ganz ab", so Musik. Beide versichern aber, dass es kein Problem sei, die Gastfamilie zu wechseln. Die Reise-Experten geben an, dass die Vereinigten Staaten das beliebteste Austauschziel von Jugendlichen seien. "Über die USA wird in den Medien nur Positives berichtet", so Musik. Laut Kunz spielt auch der Preis eine Rolle: "Die USA sind immer noch günstiger und viele verbinden mit den Staaten einfach den Traum von der großen Freiheit."
Vorurteile gegenüber weniger beliebten Ländern
Es gibt aber auch Jugendliche, die in weniger beliebte Länder gehen. "Kolumbien war genial, die Leute dort sind super nett und die Schule ist nicht schlechter als in Deutschland", erzählt die 16-jährige Jasmin Amann aus Endingen, die zweieinhalb Monate auf das Colegio Andino, eine deutsche Schule in der Hauptstadt Bogota, gegangen ist. Anders als viele andere Jugendliche plante sie ihren Austausch privat. Freunde befürchteten im Vorfeld, dass die Lebensbedingungen in Südamerika schlecht seien. Dem kann Jasmin im Nachhinein nur widersprechen: "Viele Vorurteile sind Unsinn. Es stimmt gar nicht, dass alle Leute Kokain nehmen und arm sind." Wie sie berichtet, unterscheiden sich allerdings die Partys in Kolumbien von denen in Deutschland. "In Deutschland wird oft nur rumgesessen und getrunken, in Kolumbien wird viel mehr getanzt", so Jasmin. "Ich kann jedem so einen Austausch nur empfehlen und würde es sofort wieder tun, nur dann etwas länger."
Europäischer Freiwilligendienst
"Die etlichen Partys in unserem riesigen Wohnheim waren eine gute Abwechslung zu der intensiven Arbeit im Gefängnis", sagt Leon Reichhardt, der mittlerweile Soziologie und Philosophie in Freiburg studiert. Der 20-jährige Kenzinger arbeitete im Rahmen eines europäischen Freiwilligendienstes zehn Monate in sozialen Einrichtungen in Barcelona. Leon hat seinen Trip mit der Organisation "Europäischer Freiwilligendienst“ EFD gemacht und monatlich 300 Euro Aufwandsentschädigung für seine Arbeit erhalten, ein Umstand, der nicht gewöhnlich ist.
Weiterführende Links
im Jugendnetz:
- Jugendnetz International: Länder-Infos, Tipps zu Auslandsaufenthalten, Ansprechpartner weltweit.
- Freiwillig aktiv: Informationen zu Freiwilligendiensten und –projekten (FSJ, FÖJ, Zivildienst,...)
- Stichwort Auslandsaufenthalt
- Stichwort Erlebnis / Abenteuer
- Stichwort Ferien / Jugendreisen
- Der Bereich Reisen in den Jungen Seiten
- Fragen zum Thema Ausland? Stellt sie im Forum im Bereich Weltweit. Hier stehen euch Experten Rede und Antwort
im weiteren WWW:
- f79 - Das Schülermagazin für Freiburg und Region



