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Wir tun was gegen den Klimawandel!

Wir tun was gegen den Klimawandel!

Jeder kann dazu beitragen den rasenden Klimawandel zu verlangsamen: Politiker, Lehrer und Schüler. Tabea und Damaris sind Ökomentoren an der Kaufmännischen Schule mit Wirtschaftsgymnasium Tauberbischofsheim und berichten von ihrer Arbeit.

 
 

Ökomentoren sind Schülermentoren für Natur- und Umweltschutz. Wir wollen den Schülern an unserer Schule durch verschiedenste Projekte zeigen, dass sich Umweltschutz und das Eingreifen in den fortgeschrittenen Klimawandel lohnt. Im Regenwald werden 40 Fußballfelder pro Minute abgeholzt, zurzeit sind 30 Prozent der Amphibien, 23 Prozent der Säugetiere, 12 Prozent der Vögel und 70 Prozent der Pflanzenarten vom Aussterben bedroht.

Durchschnittstemperatur steigt

Das bringt Risiken auch für uns Menschen mit sich: Nahrungsmittel werden einseitig, Medizin und Forschung finden kaum noch Heilmittel und ähnliches. Wirbelstürme, Hurrikans, lange Regenfälle suchen immer öfter das Festland heim und Dürrekatastrophen lassen immer mehr Menschen sterben. Die Durchschnittstemperatur in Deutschland steigt von 15 auf 17, 18 oder gar 20 Grad Celsius. Bei steigender Klimaerwärmung werden auch die Sommer immer heißer. Deutschland hat derzeit eine CO2-Emissionen von 880 Millionen Tonnen, das heißt jeder Deutsche verbraucht elf Tonnen CO2 pro Jahr.

Noch kann man das alles verringern, aber dazu muss jeder etwas tun!Vor allem weniger Auto fahren oder auf Bahn, Bus oder Fahrrad umsteigen. Gerade der Verkehr macht selbst den optimistischen Klimaexperten Sorge, weil immer mehr zum Auto greifen, auch in den Entwicklungs- und Schwellenländern wie zum Beispiel China. Da nützen auch noch so viele Einsparmöglichkeiten, wie zum Beispiel verbrauchsarme Motoren, Leichtlaufreifen und windschnittige Karossen, nichts.

Zehn Dinge, die jeder, auch Du, tun kannst:

  • Licht aus, wenn es hell genug ist
  • Glühbirnen auswechseln: Durch Austausch einer herkömmlichen Glühbirne gegen eine Energiesparlampe werden pro Jahr 65 Kilogramm weniger CO2 erzeugt!
  • weniger Autofahren: Gehe öfter zu Fuß, fahr Rad, gründe Fahrgemeinschaften, nutze häufiger öffentliche Verkehrsmittel – pro nicht mit dem Auto gefahrenem Kilometer werden über 0,4 Kilogramm weniger CO2 erzeugt!
  •  recyceln statt nie mehr verwenden: Auch wenn Du nur die Hälfte Deines Haushaltsmülls der Wiederverwertung zuführst, kann der jährliche Kohlendioxidausstoß hierdurch bereits um eine Tonne gesenkt werden.
  • Produkte mit viel Verpackungsmaterial meiden: Du kannst mehr als eine halbe Tonne CO2 einsparen, indem Du die Menge Deines Mülls um 10 Prozent reduzierst.
  • keine Geräte in den Standby-Modus schalten: Lass Geräte nicht im Standby-Modus – benutze den Ein/Aus Schalter am Gerät selbst.
  • weniger warmes Wasser verwenden: Bei der Warmwasserbereitung wird viel Energie verbraucht – tausche deshalb Deinen Duschkopf gegen ein Wasser-Spar-Modell aus (160 Kilogramm weniger CO2 pro Jahr) und wasche Deine Wäsche bei niedrigen Temperaturen (225 Kilogramm weniger CO2 pro Jahr)
  • Recyclingpapier verwenden: Kaufe Hefte aus Recyclingpapier, kopiere Arbeitsblätter auf Recycling-Kopier-Papier, verwende Vorder- und Rückseite eines Blattes, bringe ein „Keine Werbung“ – Schild an Deinem Briefkasten an (die meiste Werbung landet ungelesen im Papierkorb)
  • Baum pflanzen: Ein einziger Baum absorbiert im Laufe seines Lebens gut eine Tonne CO2 keine halbleeren Spül- oder Waschmaschinen laufen lassen


Bei den Projekten, die wir Ökomentoren meistens jüngeren Schülern anbieten, wird das in Stationenarbeit mit Hilfe von Experimenten oder Spielen weitergegeben. Vor kurzem haben wir eine Energieralley mit einer 5. und 6. Klasse durchgeführt. Die Schüler wurden in den einzelnen Stationen über den Treibhauseffekt und Strom- und Lichtverbrauch aufgeklärt. Außerdem bekamen sie die Energielecks, die unsere Schule aufweist, zu Gesicht.

Ausbildung für Ökomentoren

Um diese verantwortungsvolle Aufgabe an unserer Schule übernehmen zu dürfen, wurden wir von Silvia Langer, die als Journalistin für den Natur- und Umweltschutzbereich in Tübingen tätig ist, und ihrem Team in zwei Seminaren ausgebildet. Dort lernten wir die Hintergründe und Voraussetzungen für dieses Amt und das Anleiten von Gruppen. Uns hat das sehr viel Spaß gemacht und unser Horizont wurde bei diesen Themen erweitert und wir gehen selbst auch zum Teil umweltbewusster um, wir haben also ein Auge für unnötigen Energieverbrauch bekommen.

Unser nächstes Projekt ist eine Regenwaldralley mit einer 5. Klasse. Wir wollen das Wichtigste über den Regenwald in Stationen erarbeiten und am Schulfest unter anderem Spenden zum Erhalt des Regenwaldes sammeln. Außerdem bauen wir eine Partnerschaft mit einem Entwicklungsland in Afrika auf und wollen uns darüber austauschen, wie Gleichaltrige dort leben und wie sie die Umweltsituation wahrnehmen. Ihr seht also: Die Arbeit als Ökomentor ist spannend und vielfältig!

Dieser Artikel stammt aus der Financial T('a)ime, die mit Landespreisen und SPIEGEL-Bundespreis ausgezeichnete Schülerzeitung der Kaufmännischen Schule (mit Wirtschaftsgymnasium) Tauberbischofsheim, 2. Internet-Ausgabe.

Weiterführende Links

im Jugendnetz:

im weiteren WWW:

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