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Kleine Weltverbesserer

Kleine Weltverbesserer

Was haben ein Pfandbecher, ein Schuh und ein Aufkleber gemeinsam? Sie alle sind Ursprung eines Projektes von jungen Menschen, die die Welt ein bisschen besser machen wollen. Warum haben sie damit Erfolg? Meike Krauß stellt drei sehr ungewöhnlich Projekte von Jugendlichen vor.

 
 

VIVA CON AGUA

Mit wehenden Fahnen und großen blauen Mülltonnen sind sie mitten drin bei Festivals und Konzerten: die Unterstützer von Viva con Agua ("Lebe mit Wasser"). Sie fordern die Besucher auf, ihre Pfandbecher in die Tonnen zu werfen, um somit Geld zu sammeln. Während eines Trainingslagers auf Kuba fielen dem Fußball-Spieler Benjamin Adrion die Missstände dort auf. 2005 gründete er Viva con Agua. Der Verein versteht sich als offenes Netzwerk, bei dem alle mitmachen können. In Kiel, Kassel, Köln, Berlin und Osnabrück haben sich bereits Menschen zusammengeschlossen, um gemeinsam Veranstaltungen zu organisieren und damit Spenden zu sammeln. Sie organisieren Benefiz- Konzerte und informieren auf Konzerten und Festivals. Zentrales Ziel von Viva con Agua ist der Brunnenbau in Entwicklungsländern. Dabei kooperiert das Projekt mit der Welthungerhilfe, die vor Ort Trinkwasser-Projekte umsetzt. Inzwischen kann man sogar Viva con Agua-Wasser kaufen, um seinen Durst zu löschen - und den von vielen anderen Menschen gleich mit.

TURN THE TIDE

Die Studenten Tobias Battenberg und Marcel Kamps gründeten das Projekt Turn the tide. "Wir wollten uns nachhaltig verhalten. Beim Blattwenden für einen doppelseitigen Druck hatten wir immer Ärger durch Fehldrucke", sagt Battenberg. So entstand die Idee, Papier zu sparen und so die Ressourcen langfristig zu schonen. Mit einer Testseite kann man herausfinden, wie man das Blatt speziell für seinen Drucker wenden muss, um doppelseitig zu drucken. Zusätzlich bieten sie Aufkleber an, die man am Drucker platzieren kann, damit das Blatt wenden nicht zum einmaligen Ereignis wird.

TOMS SHOES

Der Unternehmer Blake Mycoskie ist Schuhhersteller und gleichzeitig Initiator von One Day without Shoes. Mit dieser Aktion will er in der westlichen Welt ein Bewusstsein dafür schaffen, wie es ist, keine Schuhe zu haben - so wie viele Menschen in Entwicklungsländern. Die Menschen müssen oft weite Strecken laufen und ziehen sich durch Steine Schrammen und Wunden zu, die zu Infektionskrankheiten führen können. Während seines Urlaubs in Argentinien traf Blake Mycoskie einen Sozialarbeiter, der ihm das Problem erklärte. Mycoskie entschied sich dafür, ein Unternehmen zu gründen statt einer Hilfsorganisation. So ist er nicht von Spenden anderer abhängig und kann durch den eigenen Profit helfen. Der Vertrieb von simplen Stoffschuhen, die von Künstlern kostenlos aufgewertet werden, läuft nach dem Oneby-One-Prinzip: Kauft ein Kunde ein Paar Stoffschuhe, so bekommt ein bedürftiges Kind ebenfalls welche.

Weiterführende Links

im Jugendnetz:

im weiteren WWW:

thema lebt von seinen jungen Machern. Damit wir auch in Zukunft jung, lebendig und aktuell bleiben, suchen wir ständig junge Menschen, die Lust haben, selbst aktiv zu werden und etwas beizusteuern.

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