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extra sport: Fußballfieber für körperlich beeinträchtigte Menschen

extra sport: Fußballfieber für körperlich beeinträchtigte Menschen

In unserer Gesellschaft wird Gleichberechtigung groß geschrieben. Besondere Aufmerksamkeit bekommen Behinderte oder körperlich benachteiligte Menschen. Bisher war für blinde Menschen ein Besuch im Fußball Stadion sinnlos, da sie auf einen Reporter angewiesen wären. Durch Studenten, die diesen Job übernehmen, können jetzt auch Blinde in das Feeling des Stadions eintauchen.

 
 

Dank der Idee von Studenten können nun auch Menschen mit beschränkter Sehfähigkeit am Fußball Spaß haben. Durch das Kommentieren des Spiels für die Zuschauer mit Behinderung können sie das Spiel live im Stadion erleben und müssen so nicht auf das Erlebnis verzichten. Die Studenten sitzen bei den Reportern. Der Unterschied ist, dass die Übertragungen nicht das Stadion verlassen sondern direkt zu den beschränkten Menschen verläuft.  Dieses Projekt wurde zum ersten mal während der letzten Bundesliga Saison als Pilotprojekt gestartet und das nur in Hamburg. Es gibt bis jetzt leider keine Information der Deutsche Fußball Liga (DFL) zu einer Ausweitung des Projekts, das so großen Erfolg hatte.

Der Trend setzt sich fort

Doch auch in anderen Stadien sind die ersten speziellen Plätze für Sehbehinderte dabei zu entstehen. In neueren Stadien wie der Veltins Arena auf Schalke wurde vom Verein auf den Trend reagiert und extra Plätze für sehbehinderte Besucher und deren Kommentatoren errichtet. Diese extra Sitze sind mit Köpfhörern ausgestattet damit die beeinträchtigten Besucher den speziellen Kommentar verfolgen können.
Der Fanclub Seehunde, ein Club für Sehbehinderte Fußballfans, engagiert sich dafür, dass das Model aus Leverkusen und Hamburg, welches in England schon seit circa acht Jahren fabriziert wird weiter umgesetzt und entwickelt wird.

Premiere auf internationaler Ebene

Dieses Jahr kam es bei der EURO 2008 in Österreich und der Schweiz zu einer Premiere. Erstmals kamen bei einem internationalen Turnier spezielle Kommentatoren zum Einsatz, die den Sehbehinderten , die mindestens zehn extra Plätze hatten, versuchten den Fußball so gut wie möglich zu beschreiben. Und so heißt es hoffentlich bald in allen Stadien Deutschlands und Europas auch für Sehbehinderte: mittendrin statt nur dabei.

Dieser Artikel entstand im Rahmen des Projektes "thema macht Schule" der Klasse 10a am Otto-Hahn-Gymnasium in Ludwigsburg.

Weiterführende Links

im Jugendnetz:

im weiteren WWW:

  • Interview mit der Vorsitzenden des Fanclubs Sehhunde
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