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Jugendmedientage BW: Zusammen ist man weniger allein

Jugendmedientage BW: Zusammen ist man weniger allein

Es ist nasskalt und etwas diesig. Das Mannheimer Schloss ist im Dunst nicht klar zu erkennen, Nebel liegt in der Luft. Zwei braunhaarige Mädchen steigen voll bepackt in die S-Bahn Linie 1 Richtung Rheinau ein. Sie unterhalten sich leise und lachen vergnügt. Ihr Gepäck schieben sie hastig auf die freien Plätze in der Straßenbahn. Ein paar Reihen dahinter sitzt ein einzelnes Mädchen und studiert aufmerksam eine Wegbeschreibung. Als sie die Mädchen bemerkt, lacht sie die beiden erfreut an. Die Mädchen sind nicht die einzigen in der S-Bahn, die mit Isomatte und Schlafsack bewaffnet sind. Die Jugendlichen verbindet ein Ziel und eine Leidenschaft: die Lust mit 300 jungen Medienmachern ein Wochenende zu verbringen - die Mannheimer Jugendmedientage.

 
 

Als eine Ansage „Neckarauer Übergang“ ertönt, hat sich vor dem Eingang der Mannheimer Hochschule bereits eine lange Menschenschlange gebildet. Carsten blickt etwas hilflos um sich. Seine Freunde hat er in der Menge aus den Augen verloren. Überall stapeln sich Koffer. Unbekannte Menschen in rosa T-Shirts wuseln aufgeregt durcheinander und schleppen Gepäckstücke weg. Einer von ihnen spricht Carsten an: „Kann ich dir helfen?“ Linda, die die Szene beobachtet hat, gesellt sich dankbar dazu. Gemeinsam machen sie sich auf den Weg zur Aula.

Jeder auf seine Weise

Unter dem Thema „Wir. Generation Egoismus?“ treffen sie Jugendliche aus ganz Deutschland und diskutieren in Workshops und Podiumsdiskussionen. Die jungen Medienmacher tauschen unterschiedliche Erfahrungen aus und lernen neue Leute kennen. Aber sind die Teilnehmer tatsächlich so egoistisch und auf sich fixiert oder schauen sie über den Tellerrand? Linda fällt es mit ihrer offenen Art leicht, andere Teilnehmer kennen zulernen, während Carsten lieber etwas im Hintergrund bleibt und zurückhaltender ist.

Der Beginn einer Freundschaft…?

Als die Eröffnungsveranstaltung in der Aula beginnt, sitzt er in der hinteren Reihe, während Linda sich zielstrebig auf den Weg zu dem einzigen leeren Sitzplatz in der Mitte macht. „Ist hier noch frei?“ Zwei Mädchen lächeln sie freundlich an. Doch so leicht lässt es sich nicht ins Gespräch kommen. Die Clique, neben der sie sich niedergelassen hat, ist sich schon sehr vertraut und beachtet sie kaum. Als sie Carsten in der Mensa beim Mittagessen wieder trifft, ist sie erleichtert, ein bekanntes Gesicht zu entdecken und setzt sich zu ihm und seinen Freunden. Ein Zusammengehörigkeitsgefühl ist schnell entstanden.

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thema lebt von seinen jungen Machern. Damit wir auch in Zukunft jung, lebendig und aktuell bleiben, suchen wir ständig junge Menschen, die Lust haben, selbst aktiv zu werden und etwas beizusteuern.

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