jobwelt
Das braucht eine Kauffrau für Bürokommunikation
Rechtschreibung und Kopfrechnen
„ ... Jetzt, während meiner Ausbildung, stelle ich jeden Tag fest, dass man immer wieder neue Sachen dazulernt. Aber während der Schulzeit lernt man auch vieles für die spätere Berufsausbildung. Während der Schulzeit nimmt man vieles, wie zum Beispiel Rechtschreibung und Kopfrechnen, nicht so ernst. Man stellt sich die Frage: ‚Für was gibt es schließlich Taschenrechner und Computer?’ Aber für Deine Ausbildung haben solche ‚Kleinigkeiten’ eine hohe Bedeutung, wenn Du zum Beispiel Berichte oder Briefe schreiben musst. Es wäre ziemlich peinlich für Dich und Deinen Ausbildungsbetrieb, wenn sich die Rechtschreibfehler in Deinem Brief häufen...“
Nadine Dehner
Zeugnisnoten zentral
„ ... Nicht nur die Rechtschreibung ist als Kauffrau für Bürokommunikation sehr wichtig, sondern auch, dass Du Dich mündlich, schriftlich und grammatikalisch korrekt ausdrücken kannst. Das Schludern und Reden in der Schule stört also nicht nur die Lehrer, sondern schadet eigentlich nur dir selbst. Als ich noch selbst Vollzeitschülerin war, fand ich die Schule ziemlich ätzend und langweilig. Es war für mich hauptsächlich langes und unnützliches Zeitabsitzen. So habe aber nicht nur ich gedacht, sondern die meisten meiner Mitschüler auch. Heute wäre ich froh, ich hätte damals aufgepasst und immer richtig mitgearbeitet, denn der Stoff, der einmal behandelt wurde, wird in der Tat des Öfteren benötigt. Leider merken das manche erst, wenn es schon zu spät ist...
Dass die schulischen Leistungen so extrem bewertet werden, habe ich selbst am eigenen Leib erfahren: Vor zwei Jahren schrieb ich einige Bewerbungen mit dem Realschulzeugnis der 9. Klasse mit einem Notendurchschnitt von 2,3. Ich wurde damals bei einer bestimmten Firma sofort abgelehnt, ohne dass mir ein Grund gesagt wurde. Im darauf folgenden Jahr bat meine beste Freundin mich, ihr bei den Bewerbungen zu helfen. Ich stellte ihr mein Deckblatt, das Anschreiben, den Lebenslauf und noch einige Blätter zur Verfügung. Da ihr der moderne Stil meiner Bewerbung gefiel, ließ sie alles Wort für Wort stehen und setzte überall ihre Daten ein. Der Unterschied der Bewerbungen lag in unseren Zeugnissen. Sie hatte einen Notendurchschnitt von 1,9 und wurde sofort zum Vorstellungsgespräch eingeladen. In fast allen Hauptfächern hatte sie eine Zwei, außer in Mathematik, da musste sie sich mit einer Drei zufrieden geben. Im Vorstellungsgespräch wurde sie auch sofort auf diese Drei in Mathe angesprochen und gefragt, ob es möglich sei, diese wegzubekommen...“
Nicole Mittnacht
Deutschkenntnisse wichtig
„ ... In erster Linie finde ich in einem kaufmännischen Beruf das Fach ‚Deutsch’ sehr wichtig. Dort sollte man nach Möglichkeit eine gute Note vorweisen können ... und genau dazu erinnere ich mich noch sehr gut an unsere gemeinsame Grundschulzeit zurück. Du warst ja damals echt klasse in Deutsch. Ich meine sogar, dass Du meistens Einser in ‚Deutsch’ hattest. Mit der Rechtschreibung hattest du eh noch nie Probleme. Und Deiner Phantasie hast Du oft mit Deinen schönen und märchenhaften Aufsätzen freien Lauf gelassen.
Weiterhin könnte ich mir vorstellen, dass es in einer Bewerbung einen ganz guten Eindruck macht, dass Du momentan bei der Schülerzeitung tätig bist. Das zeigt unter anderem dann auch, dass du teamfähig bist und keine Probleme hast, bestimmte zeitliche Begrenzungen oder auch Termine einzuhalten.
Dann fällt mir noch ein weiterer Pluspunkt für Dich ein - erinnerst Du Dich noch daran, als wir uns in der Grundschule kennen gelernt haben und ich mich sehr über deine ‚hochgestochene’ Ausdrucksweise wunderte oder sie vielleicht auch etwas lächerlich fand. Also, heute bewerte ich das als einen sehr großen Vorteil, wie gewählt Dein Wortschatz ist und vor allem, wie höflich Du Dich ausdrücken und benehmen kannst...“
Corinna Brunn
Grundkenntnisse in Deutsch, Mathe und Englisch
„ ... Da die Unternehmen eine große Auswahl an Bewerbern haben, setzen sie natürlich die Messlatte auch ganz schön hoch. Sehr wichtig sind Deine schulischen Qualifikationen. Voraussetzung ist, dass man mindestens die Grundkenntnisse in Deutsch, Mathe und Englisch beherrscht, das hört sich jetzt vielleicht blöd an. Aber Du kannst Dir gar nicht vorstellen, wie viele Jugendliche nach dem Schulabschluss nicht mal mehr die einfachsten Berechnungen können.
Hätte ich mich damals nicht in der Schule angestrengt, würde ich wahrscheinlich immer noch keine Lehrstelle haben und wie einige andere Jugendliche in meinem Alter zu Hause oder mit Freunden rumhängen, ohne an meine spätere Zukunft zu denken...“
Magdalena Bekavac
Die Briefschreiberinnen (von links): Nadine Dehner, Magdalena Bekavac, Nicole Mittnacht, Corinna Brunn
Weiterführende Links
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