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extra kopfsache: Meine Lehrjahre als Friseurin
Das erste Lehrjahr
In meinem ersten Jahr bei Gress Friseure Aveda Concept Salon besuchte ich zusammen mit zwei anderen Azubis eine private Friseurschule, auf der wir einen 6-monatigen-Intensivkurs absolvierten. Diese Schule besucht jeder, der bei Gress Friseure anfängt. Damit wird den Auszubildenden ein guter Start in den Salonalltag gewährleistet. Auf der privaten Friseurschule lernten wir zuerst Grundkenntnisse in den Bereichen Farbe, Typologie und Kundenumgang. Kurze Zeit später bekamen wir Übungsköpfe, an denen wir ca. 40 verschiedene Strähnentechniken lernten: erst mit Kur, später mit Farbe. Dann kamen die ersten Modelle, die wir zu einer Haarfarbe beraten und alleine zufrieden stellen mussten.Genauigkeit und Formgefühl
Im Anschluss daran kam das, auf das wir am meisten gewartet hatten: das Schneiden. Natürlich versuchten wir uns zuerst wieder an Übungsköpfen, bis wir die Genauigkeit und das Formgefühl entwickelten. Die letzten zwei Monate des Kurses arbeiteten wir nur an Modellen, die wir färbten, strähnten, schnitten, föhnten und stylten. Zuerst mit Absprache des Trainers, später komplett selbstständig. Am Ende der 24 Wochen stellten wir unser Abschlussmodell vor, das wir komplett alleine und ohne Anregungen der Trainer kreiert hatten.Nur im Team kann man alles schaffen
Das halbe Jahr auf der Schule verging wie im Fluge und schon bald standen wir im Salon, in dem man keine Modelle mehr zufrieden stellen musste, sondern zahlende Kunden. Wir gliederten uns schnell in das Team ein und waren vollauf beschäftigt, die Kunden zu empfangen, zu bedienen, ans Telefon zu gehen und den Salon sauber zu halten. Wir merkten schnell, dass man alles nur zeitlich schaffen kann, wenn man im Team zusammen arbeitet. Dann kamen die ersten Übungsabende. Wir wurden getestet, ob wir die auf der Schule gelernten Techniken auch sauber anwenden konnten. Dies war notwendig, um uns dann an die Kunden zu lassen. Darüber hinaus mussten wir im Bereich Farbmischungen erst noch eingelernt werden.Das zweite Lehrjahr
Im Sommer waren wir dann alle schon im zweiten Lehrjahr. Wir färbten, strähnten, massierten und ab und zu kamen schon die ersten Schneidekunden. Zusätzlich zu diesen Arbeiten musste man sich auch auf die Zwischenprüfung vorbereiten. Wir übten während der Arbeitszeit an Übungsköpfen, zum Beispiel während die Farbe beim Kunden einwirkte oder wenn etwas weniger Kundschaft da war. Auch an Übungsabenden sowie in der Schule hatten wir dazu Gelegenheit.Die Zwischenprüfung
Die Zwischenprüfung besteht aus:- einem Damenhaarschnitt – am Modell
- einem Herrenhaarschnitt – am Modell
- einer Dauerwellwicklung – am Übungskopf
- einer Maniküre – am Modell
- Einlegen, Ausfrisieren und Schminken – am Modell
- eine Wasserwelle – am Übungskopf
Das dritte Lehrjahr und die Gesellenprüfung
Vom dritten Lehrjahr kann ich noch nicht viel erzählen, da ich selber erst seit knapp einem Monat mittendrin bin. Aber ich kann sagen, was noch auf mich zukommen wird: die Gesellenprüfung!Diese besteht aus:
- einem Herrenhaarschnitt – am Modell
- einem Damenhaarschnitt – am Modell
- einer Dauerwelle – am Modell
- einer festlichen Einlegefrisur mit Haarteil – am Übungskopf
- einem Abschlussmodell, an dem man zu einem selbst ausgedachten Thema (beispielsweise Punk, Geisha, Dschungelfrau) strähnen und färben, föhnen/einlegen/hochstecken, schminken, ein Nageldesign entwickeln muss und das man auch passend anziehen sollte.
Weiterführende Links:
im Jugendnetz:- Stichwort Ausbildung / Beruf
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- alle Artikel zum extra kopfsache
- Weitere Informationen zum Friseurberuf bei Berufenet – Bundesagentur für Arbeit


