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extra grün: Grüne Erfahrung für Karriere und Lebensweg
Was machst du konkret als FÖJ'lerin?
Meine Hauptaufgabe besteht in der Betreuung von Schulklassen. Mit ihnen führe ich "grüne Klassenzimmer" zu unterschiedlichen Natur- und Umweltschutzthemen durch. Sie bekommen zunächst eine Einführung ins Haus, lernen etwas über die Ökostation, über die besondere Bauweise, über das Naturhaus. Dann teilen wir die Kinder in zwei Gruppen auf und gehen mit ihnen in den Garten, wo sie selber etwas machen dürfen. Als Themen gibt es z.B. Wiese, Insekten, Abfall, Papierschöpfen und Vögel. Ab und zu arbeite ich auch im Garten oder betreue Kinder in Ferienfreizeiten.
Wie lange bist du schon dabei und was hält dich bei der Stange?
Ich bin jetzt seit September dabei. Was mich davon abhält aufzuhören, denn einige haben tatsächlich abgebrochen, ist, dass es mir einfach total Spaß macht. Ich finde, ich bekomme viel zurück, einmal von den Kindern und einfach von der Arbeit hier. Ich habe für die Umwelt und den Naturschutz ein ganz neues Bewusstsein bekommen.
Was war bisher deine größte Herausforderung?
Also in der Schule ist es mir schwer gefallen vor einer Gruppe zu stehen und ein Referat zu halten oder mich im Unterricht zu melden. Und jetzt stehe ich hier öfters vor Gruppen mit 15 Kindern. Zu wissen, dass jetzt alle Aufmerksamkeit der Kinder auf mich geichtet ist und sie mir zuhören, dass war am Anfang schon so eine Herausforderung. Dann bekommt man aber so eine Routine rein.
Andere gehen in der Zeit jobben oder treffen sich mit Freunden. Warum engagierst du dich ehrenamtlich? Spielt Geld keine Rolle?
Ich wollte etwas Besonderes machen, nicht gleich studieren oder irgendwie nur in der Welt herumreisen. Ich wollte gerne eine Orientierung haben, was ich denn nach der Schule machen könnte, da ich davor keine Ahnung hatte, was ich studieren wollte. Die Zeit als FÖJlerin hat mich jetzt in meinen Zukunftsperspektiven ziemlich weitergebracht. Außerdem sind die vielen Erfahrungen eine private Bereicherung.
Glaubst du von deinen Erfahrungen später bei der Jobsuche profitieren zu können?
Ja sehr. Als ich mich kürzlich für das Forststudium beworben hatte, wollten die wissen, ob ich schon ein FÖJ oder ähnliches gemacht habe. Dann wird es noch als zwei Wartesemester angerechnet. Also schon für die Bewerbung bringt es auf jeden Fall etwas. Und auch so sammelt man Erfahrungen in dem Bereich Natur und Umweltschutz.
Was hältst du von einem verpflichtenden sozialen Jahr für alle nach der Schule?
Einerseits gut, wenn man sich darauf einlässt, weil man davon eigentlich nur profitiert. Also es bringt einen in der Persönlichkeit total weiter. Aber wenn es verpflichtend ist, gehen manche vielleicht schon so mit einer "Null Bock"-Stimmung an die Sache heran. Und das kann dann nach hinten losgehen.

Weiterführende Links:
im Jugendnetz:
- alle Artikel im extra grün
- alle Artikel von Birgit Schiffers
- Stichwort Engagement
- Stichwort Ökologie
- Freiwillig aktiv: Informationen zu Freiwilligendiensten und -projekten (FSJ, FÖJ, Zivildienst, etc.)
- Weitere "Aktiv dabei"-Porträts
im weiteren WWW:




