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jobwelt

 

extra erwachsen: Abschlusszeugnis – und dann?

extra erwachsen: Abschlusszeugnis – und dann?

„Na, was willst du mal werden, wenn du groß bist?“ – Wer kennt diese Frage nicht? Eigentlich hört man sie regelmäßig ab der ersten Klasse. Danica Krüger erzählt in thema, wie sie ihre Antwort auf die Frage fand.

 
 

Als Kind hat man noch so seine Traumvorstellungen: Sängerin, Tierärztin oder Reitlehrerin wollen die Mädchen werden. Polizist, Feuerwehrmann oder Fußballspieler steht bei den Jungs ganz vorne auf der Wunschliste. Die Frage nach dem Berufswunsch beantwortet man wie aus der Pistole geschossen. Ob realisierbar oder nicht und welche Anforderungen die jeweiligen Berufe mit sich bringen, scheint noch völlig egal.

Traumberuf gesucht

Viele überlegen während der Schulzeit, welcher Beruf zu ihnen passen könnte, andere wissen von Anfang an, das und was sie studieren werden. Doch so richtig sicher kann sich niemand sein, weil man als Schüler im Grunde zu wenig Ahnung von den Berufsbildern hat, um zu wissen, ob der Beruf zu einem passt oder nicht. Auch BoGy und andere Schulpraktika, helfen dem Schüler bei dieser Entscheidung nur ansatzweise weiter.

Schule adieu!

Die Schulzeit fliegt an einem vorbei, ohne, dass man ahnt, was einen „da draußen“ erwartet und plötzlich hält man das Abschlusszeugnis in der Hand. Freude, Abschlussfeier, Abschlussball und das ganze Drumherum. Und dann steht man da und fragt sich: „Was jetzt?"

Sackgassen und Stolpersteine

Bis zur neunten Klasse hatte ich einen konkreten Plan: Erst Abitur machen und danach Jura studieren. In der Oberstufe stellte ich aber immer mehr fest, dass mir die pure Theorie überhaupt nicht liegt, also ging die Überlegung weiter Richtung Berufsakademie, an der die Studenten Theorie und Praxis abwechselnd lernen. Man verdient Geld, da man schon für einen Betrieb arbeitet und hat nach drei Jahren den Bachelor- Abschluss in der Tasche inklusive Berufserfahrung. Soweit meine Vorstellungen…Mit meiner Abschlussnote platzte der Traum. Ich hatte gerade so das Abitur geschafft und würde mit diesem Schnitt garantiert an keiner Berufsakademie genommen werden. Plan B musste her!

Berufsfindung ist Selbstfindung

Durch Zufall stieß ich auf ein Prospekt zum Thema Aupair in den USA. Erst war ich ein wenig skeptisch, aber nach weiteren Recherchen war klar: Das ist genau mein Ding! Ein Jahr, in dem ich mir darüber klar werden kann, was ich will und nebenbei die Gelegenheit, eine Fremdsprache zu vertiefen, das Land zu erkunden und noch ein bisschen Geld zu verdienen, neue Leute kennenlernen, von Zuhause weg…perfekt, um sich selbst zu finden.

Bewerbungshürden

Also schickte ich meine Kurzbewerbung los, bekam prompt eine Zusage und musste danach die ausführliche Auswahlrunde mit Interview auf Englisch durchlaufen, einen Lebenslauf erstellen, eine Collage zu meinem Leben und einem Brief an meine zukünftige unbekannte Gastfamilie schicken. Als das geschafft war, hieß es warten…warten, dass mich eine Gastfamilie anruft, um mich ein wenig kennenzulernen und dann vielleicht eine Entscheidung zu treffen, die mein Leben verändern würde. Ich hatte keinerlei Vorstellungen, was auf mich zukommen würde, als der ersehnte Anruf endlich kam. Das Gespräch mit meiner zukünftigen Gastmutter dauerte eine halbe Stunde, in der ich vor Aufregung mehr schlecht als recht auf Englisch Fragen beantwortete. Drei Wochen später bekam ich eine Zusage von meiner Organisation. Es ging für mich also nach Boston…

Jederzeit wieder

Die Zeit bis zum Abflugtermin verging rasend. Nach drei Wochen in meiner neuen Heimat sprach ich nahezu fließend Englisch und hatte mich ganz gut eingelebt. Die Selbstständigkeit und Unabhängigkeit, die ich dort erfuhr, halfen mir enorm bei den Überlegungen über meine Zukunft und schon nach wenigen Monaten war mir klar, dass ich unbedingt mit Menschen zusammenarbeiten wollte. Also kehrte ich passend zum Bewerbungszeitraum im April zurück und bewarb mich um eine Ausbildung speziell für Abiturienten. Heute, knapp ein Jahr später, bereue ich keinen einzigen Schritt, den ich seit meinem Abschluss unternommen habe und würde jedem empfehlen ein Auslandsjahr zu machen, um sich selbst zu finden.

Weiterführende Links

im Jugendnetz:

im weiteren WWW:

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Wer mit uns auf Entdeckungsreise gehen will, ist hier genau richtig, beim extra unterwegs.

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