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Traumberuf: Verpackungsmittelmechaniker/-in

Traumberuf: Verpackungsmittelmechaniker/-in

Die Verpackungsmittelmechanikerin Nadine Kuß hat die Lehrjahre hinter sich. Das Waldkircher Unternehmen Faller ist eines der deutschlandweit marktführenden Unternehmen in der Pharma-Verpackungsindustrie. Täglich werden hier im Elztal mehrere Millionen kleiner Kartons für Tabletten, Salben und Ampullen designt, gestanzt und geklebt. Dafür verantwortlich sind die sogenannten Verpackungsmittelmechaniker – ein Beruf, der hauptsächlich von Männern ausgeübt wird.

 
 

Allein unter Männern

Die 25-jährige Nadine Kuß hat als eine von vier Frauen in den vergangenen zehn Jahren ihre Ausbildung zur Verpackungsmittelmechanikerin absolviert. Für uns spricht sie darüber, wie es ist, in einem Männerberuf zu arbeiten und „ihre“ Kartons in jeder Apotheke stehen zu sehen.
„Als Frau muss ich mich hier manchmal schon durchbeißen. Die Männer sind oft der Ansicht, Frauen hätten nicht so viel Kraft, wären nicht so flink oder würden nichts von Technik verstehen – obwohl ich das ja alles genau wie sie gelernt habe!

Es ist toll seine selbst entworfenen Verpackungen im Laden zu sehen

Zu dem Beruf bin ich im Rahmen eines Praktikums gekommen. Davor wusste ich noch gar nichts über Verpackungsmittelmechanik, zumal man im Internet kaum erfährt, wie der Beruf wirklich ist. Wir designen und produzieren Verpackungen aller Art, die Firma Faller hat sich auf Pharma-Verpackungen spezialisiert. Daher sehe ich, wenn ich in eine Apotheke komme, lauter auch von mir hergestellte Packungen und Päckchen im Regal stehen. Was am Anfang noch etwas Besonderes war, ist allerdings in der Zwischenzeit zum Alltag geworden – auch wenn ich manchmal bei besonders gelungenen Verpackungen immer noch ein wenig stolz bin.

Wir sind mitverantwortlich ob das Produkt gekauft wird

Die meisten meiner Freunde können sich unter dem Beruf des Verpackungsmittelmechanikers überhaupt nichts vorstellen. Wenn ich dann erkläre, was wir machen, erschrecken sie sich erst einmal: Das, was sie da jeden Tag wegschmeißen – nämlich die Verpackungen – , kostet viel Geld, und viele Leute haben sich Gedanken darum gemacht und viel Arbeit und Zeit hineingesteckt.
Für mich ist es nicht schlimm zu wissen, dass ich eigentlich ein Wegwerfprodukt herstelle. Wenn man im Supermarkt an den Regalen vorbeigeht, greift man zu den Sachen, die einen ansprechen. Und dafür sind Leute wie ich verantwortlich – eben Verpackungsmittelmechaniker!“


Infos zum Beruf

Verpackungsmittelmechaniker/-in
Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Voraussetzung: guter Hauptschulabschluss
Arbeitszeiten: Drei-Schicht-Betrieb jeweils acht Stunden, ab dem 18. Lebensjahr

Nadine's Ausbildungsbetrieb:

August Faller KG / Waldkirch
Hauptverwaltung
Freiburger Straße 25
79183 Waldkirch

Weiterführende Links:

im Jugendnetz:

im weiteren WWW:

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