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Ein Jahr voller Überraschungen

Ein Jahr voller Überraschungen

Jasmin Arnold berichtet über ihr FSJ in einem Pflegeheim. Sie spricht über die Schwierigkeiten, sowie über die schönen Momente und erzählt, wieso sie dort ihren Traumberuf gefunden hat.

 
 

Von den älteren Menschen kann man viel lernen

Mein Name ist Jasmin, ich bin 17 Jahre alt und absolviere ein soziales Jahr im Pflegeheim Külsheim. Ich wollte mir einfach einmal einen Einblick verschaffen in die Welt der Altenpflege. Ich war mir nicht sicher, ob ich damit klar kommen würde, jemanden Älteres richtig kennen zu lernen und zu pflegen. Schließlich ist es auch nicht immer leicht den Alltag im Altenheim zu bewältigen. Ich gebe zu, ich habe mir alles viel schlimmer vorgestellt, als es dann letztendlich war. Mir persönlich hat der Kontakt mit älteren Menschen, die im Laufe der Zeit ein großes Spektrum an Wissen ansammeln konnten, einfach nur Spaß gemacht. Man erhält großen Respekt gegenüber den Bewohnern, wenn sie ihre Geschichten erzählen, die sie z.B. im Krieg erlebt haben. Mir wurde schnell klar, dass der Beruf der Altenpflege genau das Richtige für mich ist.

Man lernt mit den Schwächen und Krankheiten der Bewohner umzugehen

Also wurde ich nach und nach immer tiefer in den Bereich „Pflege“ eingeweiht. Auch habe ich Bewohner kennen gelernt, die nicht mehr fähig waren um sich selbst zu sorgen, Bewohner, die stark dement sind oder eine Krankheit haben, die schon sehr fortgeschritten ist. Der genaue Krankheitsverlauf eines dement kranken Menschen ist nicht genau einzuschätzen. Der Mensch versteht zwar den Sinn des Erzählten nicht mehr, redet eventuell wirr oder überhaupt nicht mehr, aber eines was der Mensch immer versteht, sind die Gefühle.

Gefühle gehen nicht verloren

Man merkt genau, wenn einem die Bewohner ans Herz gewachsen sind, sodass man einen ganz anderen Umgang mit ihnen hat. Es sind nun mal Menschen, um die sich die eigene Familie nicht mehr kümmern kann. Ich fühle mich immer in die Situation hinein und versuche zu verstehen, wie es in der Person aussieht. Deshalb macht es mir nichts mehr aus die Leute zu berühren und sie auch mal zu umarmen, wenn es ihnen nicht gut geht. Das ist auch das Schöne an diesem Beruf, mit den Bewohnern zusammen ihren letzten Weg zu gehen und ihnen beizustehen. Zum Schluss möchte ich hinzufügen, dass ich oft von Leuten höre, dass sie das nicht könnten, klar, es ist nicht jeder Manns Sache, aber was ich bestätigen kann, man fühlt sich einfach gut dabei etwas Gutes zu tun!

Ein Artikel aus "Financial t('a)ime", Schülerzeitung der Kaufmännischen Schule (mit Wirtschaftsgymnasium) Tauberbischofsheim.

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