jobwelt
Ich bin doch nicht blöd!
- Felix Holm: Hi Alexander, du bist ein angehender Fachverkäufer. Gibt es Tricks, die helfen, etwas zu verkaufen?
- Alexander Fester: Es gibt verschiedene Arten von Kunden, das muss einem erst einmal klar sein. Es gibt Kunden, die wollen sich nur informieren und einen Überblick verschaffen, was es so auf dem Markt gibt. Dann gibt es welche, die wollen wissen, welches Gerät in ihrer Preislage für sie in Frage kommt, und dann gibt es noch Kunden, die wollen den Verkäufer als Finish. Die haben sich im Vorfeld schon informiert und wollen nur noch die Bestätigung, dass sie die richtige Wahl getroffen haben. Davon hängt natürlich ab, wie der Verkäufer vorgeht.
- Felix Holm: Und wie geht er etwa bei einem Kunden vor, der bereits weiß, was er will?
- Alexander Fester: Ich zeige ihm die gewünschten Produkte und versuche den Kunden zu überzeugen, warum er eventuell ein paar Euro mehr in ein höherwertiges Gerät investieren sollte. Ich weise dann oft darauf hin, dass man ja mit seinen Aufgaben wächst und es in naher Zukunft bereuen könnte, wegen ein paar Euro auf zusätzliche Funktionen verzichtet zu haben.
- Felix Holm: Dazu musst du dich selbst ja ziemlich gut mit Technik auskennen, oder?
- Alexander Fester: Oft haben mich schon früher Bekannte gefragt, wenn sie einen neuen Computer oder so gebraucht haben, ob ich sie nicht beraten kann. Schließlich bin ich als Kunde zu meiner Ausbildung gekommen, weil ich bei einem Besuch die Mitarbeitergalerie gesehen habe und in einem freien Feld stand "Hier könnte ihr Bild hängen". Das hat mich gereizt. Mittlerweile habe ich natürlich noch einiges dazugelernt, vor allem in meinem Spezialgebiet, den neuen Medien. Neulich hatten wir etwa einen Fachtrainer von Microsoft da, der uns das neue Windows 7 vorgestellt hat, damit wir den Kunden die Neuheit besser erklären können.
- Felix Holm: Benötigt man denn Vorkenntnisse, um hier anzufangen?
- Alexander Fester: Ich denke das Wichtigste ist, dass man ein offener Mensch ist, schließlich hat man den ganzen Tag mit Kunden zu tun. Wer sich hier bewerben möchte, sollte sich nicht von den Anforderungen abschrecken lassen. Noten sind zwar wichtig, aber auch Leute, die schlechter in der Schule waren, können gute Fachverkäufer sein. Im Prinzip kann jeder hier ein Praktikum machen und für sich selbst entscheiden, ob ihm die Arbeit gefällt.
- Felix Holm: Arbeitest du gerne für den großen Media-Markt?
- Alexander Fester: Ja. Im Gegensatz zu einem kleinen Betrieb ist die Arbeit hier vielfältig und man erhält Einblick in alle Bereiche, das macht die Ausbildung sehr intensiv. Und man darf auch einmal zwei Fehler hintereinander machen, ohne gleich einen Rüffel zu bekommen, die Azubis sollen hier aus ihren Fehlern lernen. Wir haben auch viele externe Schulungen, so waren wir jüngst erst im Europa-Park, wo Intel gemeinsam mit Samsung und Kaspersky ihre neuen Produkte vorgestellt haben.
Allgemeine Informationen zur Ausbildung "Kaufmann im Einzelhandel"
- Voraussetzungen: Haupt-, Realschul- oder Gymnasialabschluss, im Vorfeld sollte man ein Praktikum beim Media-Markt absolviert haben
- Arbeitszeiten: 37,5 h
- Verdienstmöglichkeiten (brutto): 1. Ausbildungsjahr: 700 Euro, 2. Ausbildungsjahr: 800 Euro, 3. Ausbildungsjahr: 900 Euro
- Einstiegsgehalt nach der Ausbildung: 1700 Euro
- Ausbildungsdauer: 3 Jahre
Weiterführende Links
im Jugendnetz:
- Stichwort Ausbildung / Beruf
- Stichwort Arbeit
- Stichwort Praktikum
- Der Bereich Job aktuell in den Jungen Seiten
- Fragen zum Thema Berufswahl und Bewerbung? Stellt sie im Forum im Bereich Schule:Beruf
im weiteren WWW:
- f79 - Das Schülermagazin für Freiburg und Region
- Ausbildungs- und Bewerbungsmöglichkeiten bei Media Markt


