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Jugendbegleiter: "Ich liebe meinen Job!"

Jugendbegleiter: "Ich liebe meinen Job!"

Es riecht verbrannt. "Mist!", hallt es durch die Schulküche und eine Schülerin sprintet zum Herd, um das mittlerweile rabenschwarze Schnitzel aus der Pfanne zu nehmen. Robert nimmt es gelassen, öffnet das Fenster und verhindert gerade noch, dass sein Schützling Wasser über die Pfanne laufen lässt in der sich knallheißes Öl befindet. Der 17-jährige ist Jugendbegleiter und macht jeden Freitag Nachmittag mit sieben Fünftklässlern die Schulküche unsicher

 
 

Steckbrief

Name: Robert Eisenherz
Alter: 17
Hobbys: Kochen, Weihnachtsplätzchen backen
Jugendbegleiter zu sein, bedeutet für mich:

Meine Mitschüler dazu zu befähigen, sich selbständig eine gesunde Mahlzeit kochen zu können.

 

Wie bist du zum Jugendbegleiter-Programm gekommen?

Ich habe mein eigenes kleines Catering-Unternehmen und unter anderem die Gäste am 50. Geburtstag unseres Direktors verköstigt. Herr Schwendemann war so begeistert von meinen Kochkünsten, dass er mich gefragt hat, ob ich nicht Lust hätte, mein Wissen an jüngere Schüler weiterzugeben.

Worin besteht konkret deine Aufgabe?

Ich leite die AG "Selbst kochen macht Spaß und schmeckt besser". Jeden Freitag Nachmittag treffe ich mich mit meinen sieben Schützlingen aus der fünften Klasse in der Schulküche. Wir bereiten ein Menü zu und essen anschließend gemeinsam. Ich wähle die Rezepte aus und kaufe die notwendigen Zutaten ein. Beim Kochen gebe ich Tipps und Hilfestellungen, versuche aber ansonsten, mich im Hintergrund zu halten. Die Schüler sollen so viel wie möglich selbst machen.

Die Schüler lernen also kochen - eine tolle Sache! Lernst du selbst auch etwas?

Ja, ich nehme durch meine Tätigkeit als Jugendbegleiter sehr viel für mich persönlich mit. Zum Beispiel habe ich gelernt geduldig zu bleiben, wenn etwas nicht gleich beim ersten Mal klappt. Außerdem musste ich lernen, mich gegenüber der teilweise sehr lauten und lebendigen Gruppe durchzusetzten. Und meine Rezeptsammlung ist größer geworden: Nach einer Weile fingen die Schüler an, Rezepte von zu Hause mitzubringen, die sie von ihren Eltern oder Großeltern bekommen haben. Einige haben wir nachgekocht und ich war sehr begeistert, vor allem von den orientalischen Rezepten!

Ein Ereignis aus der Koch-AG, das dir noch lange in Erinnerung bleiben wird:

Als nach den Ferien ein Schüler zu mir kam und erzählte, dass er für seine gesamte Verwandschaft Eintopf gekocht hat - das hat mich mächtig stolz gemacht!

Weiterführende Links

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