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extra mobil: Pilotin und Steward an Bord

extra mobil: Pilotin und Steward an Bord

Im Kindesalter wollen viele Jungs Pilot und viele Mädchen Stewardess werden. Sie wollen hoch über den Wolken arbeiten und neue Länder und Städte besichtigen. Doch muss es wirklich immer in dieser Geschlechterrolle sein? Nein! Michael Hartung und Stefanie Szabo haben mit der Pilotin Carolin Hohlenweg und dem Flugbegleiter (Steward) Matthias Wegelin gesprochen. Mobilität gehört zu ihrem Berufsalltag.

 
 

Interview mit der Pilotin Caroline Hohlenweg

Frau Hohlenweg, was waren Ihre Lieblingsfächer in der Schule?
Alle naturwissenschaftlichen Fächer, also Mathematik, Physik, Biologie und Geografie.

Wie wird man Pilotin?
Nach der Schule habe ich mich für die Ausbildung beworben. Das Auswahlverfahren geht in der Regel fünf Tage. Bereits am ersten Tag fällt die Hälfte der Mitbewerber durch. Da geht es um Allgemeinwissen, vor allem Dreisatzrechnung, geometrische Aufgaben, Geografie und Kopfrechnen unter Zeitdruck. Und zum Abschluss am fünften Tag finden die psychologischen Gespräche statt.

Erhält man bei der Ausbildung schon ein eigenes Gehalt?
Nein, man zahlt die Ausbildung sogar selbst. Von der Fluggesellschaft können aber Darlehen zur Vorfinanzierung ausgeliehen werden. Ich habe ein Jahr vor der Ausbildung gearbeitet, um mir die Ausbildung leisten zu können.

Was war ein Highlight Ihrer Ausbildung?
Wir hatten einige Zeit ein Training in Florida, das war super. Aber als ich das erste Mal ohne meinen Fluglehrer mit einer kleinen Maschine fliegen durfte, hatte ich ein starkes Glücksgefühl!

Wie beginnt ein normaler Arbeitstag für Sie?
Eine Stunde vor dem Flug gibt es eine Besprechung. Die Kabine bespricht alles und wir vom Cockpit holen die Wetterkarten und Flugpläne. Aufgrund der Pläne errechnen wir auch, wie viel Kerosin wir mitnehmen wollen. Das ist sehr wichtig, damit wir nicht zu leicht oder zu schwer irgendwo ankommen.

Und was ist Ihre Perspektive?
Momentan bin ich sehr glücklich bei Germanwings und möchte gerne noch einige Zeit in Europa umher fliegen. Da Germanwings aber zu Lufthansa gehört, gibt es vielleicht später die Möglichkeit, längere Strecken zu fliegen.

Interview mit Flugbegleiter Matthias Wegelin

Matthias, warum bist Du Flugbegleiter geworden?
Die Faszination fürs Fliegen war schon immer da. Ich liebe einfach das internationale Flair an Flughäfen. Nach meiner Ausbildung im Dienstleistungsbereich wollte ich in die Luft und habe mich als Steward beworben.

Wohin ging dein erster Flug nach der Ausbildung?
Mein erster Flug war von Stockholm nach Glasgow, in Stockholm habe ich auch gelebt. Danach bin ich dann zu Germanwings gegangen und starte nun von Baden-Württemberg aus nach ganz Europa.

Wie oft fliegst du in der Woche?
An einem normalen Arbeitstag haben wir vier Flüge. Beispielsweise Stuttgart-Berlin-Stuttgart-Rom-Stuttgart. An jedem Flughafen haben wir 25 Minuten Zeit, dann machen wir den Flieger und uns wieder hübsch und weiter geht es.

Du hast von Deinen Zielen wenig gesehen?
Ja, wir sehen von den Städten nichts. Aber als Germanwings-Mitarbeiter dürfen wir noch günstiger (lacht) fliegen und deshalb hole ich alles in meiner Freizeit nach.

Gibt es auch mal richtig heftige Situationen? Was passiert zum Beispiel mit einem Toten an Bord?
Na, der wird auf die Toilette gesetzt und eingesperrt (lacht). Nein, wir müssen eine Reanimation durchführen bis der Arzt den Tod feststellt. Es wird nicht mehr bis zum Ziel weitergeflogen, sondern nur noch bis zum nächst möglichen Flughafen. So etwas passiert allerdings zum Glück fast nie.

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