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extra bildung: Startschuss Zukunft
Die letzten Prüfungen sind bestanden. Und plötzlich ist er da. Der Moment, auf den du so lange gewartet hast: Die große Freiheit! Doch was dann? Und plötzlich merkst du, dass alles nicht mehr so einfach ist. Und dass du von nun an selbst entscheiden musst.
Uni oder Ausbildung?
Mit einem abgeschlossenen Abitur bieten sich jetzt jede Menge Möglichkeiten. Von der Ausbildung über Fachhochschulen bis hin zur Universität liegt es jetzt an dir herauszufinden, was das Richtige für dich ist. Deswegen solltest du dir zunächst eine Frage stellen: Bin ich ein Denker oder ein Macher? Denn davon hängt alles ab. Als Macher in einem geisteswissenschaftlichen Studienfach kommt man sich schnell fehl am Platz vor. Daher drei Dinge vorweg:
Ausbildung
Die Ausbildung eignet sich vor allem für diejenigen, die in kurzer Zeit alle nötigen Grundlagen sammeln wollen, um später vor allem in einer ausführenden Position arbeiten zu können. Das gilt für alle Handwerksberufe, über Bürojobs bis hin zum Mediengestalter. Wer jedoch glaubt hier das schnelle Geld machen zu können, sollte sich immer im Klaren darüber sein, dass eine Ausbildung zwar kurz ist, dafür aber nur wenig Aussichten auf Aufstiegschancen und Top-Jobs bietet, denn die Konkurrenz ist groß.
Fachhochschulen
Fachhochschulen bieten durch ihre theoretische und praktische Ausbildung eine echte Alternative zum theorielastigen Uni-Studium. Hier lernst du in fünf Semestern und einem Praxissemester, also in 3 Jahren, alles was nötig ist, um später in das Management eines kleineren Unternehmens einzusteigen, in die Entwicklung zu gehen oder praktisch zu arbeiten. Das Studium ist schulähnlich. Im Grundstudium werden dir die Vorlesungen vorgegeben. Dabei wird streng nach Semestern getrennt. Dafür kannst du dir im Hauptstudium einen Großteil deiner Vorlesungen selbst aussuchen. Je nachdem, was dich interessiert und in welchem Gebiet du dich spezialisieren willst.
Universitäten
Universitäten bieten vor allem eines: Volle Hörsäle und viel Theorie. Auch wenn du gerne denkst und Forschungen, lange Hausarbeiten und viel Theorie kein Problem für dich sind, solltest du dir gut überlegen, was du studieren willst. Sonst endet das Ganze nämlich ziemlich schnell im Chaos. Denn hier zählt vor allem eines: Überblick bewahren. Deine Vorlesungen musst du dir nämlich selbst raussuchen. Und mehr als einmal kann es vorkommen, dass ein Seminar, das du besuchen musst schon voll oder überbelegt ist. Um das Studium schnell durchzuziehen ist hier schon jede Menge Eigeninitiative und Organisationstalent angesagt. Zudem solltest du dich unbedingt über spätere Jobaussichten informieren, denn das beste Uni-Studium bringt nichts, wenn du danach arbeitslos bist.
Was brauche ich?
Wenn man heute Personalchefs fragt, was sie vom Mitarbeiter der Zukunft erwarten dann antworten die meisten: Es sind nicht die Noten die zählen, es sind vor allem die so genannten "soft skills". Doch was genau sind eigentlich "soft skills"? Dazu zählt zum einen Sozialkompetenz, die ihr beispielsweise durch Ferienbetreuung oder Leiten von Jugendgruppen, also durch den Umgang mit Menschen, erwerbt. Es zählt aber auch Engagement und der Blick über den Tellerrand. Denn neben dem Studium hat die Hochschule natürlich noch jede Menge mehr zu bieten. Neben dem Studierendenausschuss (so eine Art Klassensprecher für Studenten) in dem Studenten anderen Studenten helfen, könnt ihr in vielen verschiedenen Arbeitsgemeinschaften wie Hochschulzeitung, Theatergruppe, Hochschulradio oder mit der Betreuung von Computerkursen, also als Tutoren, aktiv werden. Durch diese Tätigkeiten bekommt ihr nicht nur einen besseren Einblick in die Vorgänge an eurer Hochschule, sondern sammelt auch alles was später im Berufsleben wirklich zählt: Teamgeist, Eigeninitiative und Verantwortungsbewusstsein. Und das ist heutzutage viel wichtiger, als ein guter Notendurchschnitt.
Die Qual der Wahl
Was du aus deinem Leben machst, bleibt von nun an dir selbst überlassen. Doch bevor du dich endgültig entscheidest, solltest du immer überlegen, was du kannst, was du gerne machst und was du in deinem Leben erreichen willst. Es gibt keine richtige Entscheidung für alle. Finde heraus wo deine Stärken sind. Finde heraus, welcher Job dir Spaß machen könnte und suche dir dann einen Weg, der dich zu deinem Ziel führt. Und nicht vergessen: Viele Wege führen zum Ziel!
Weiterführende Links
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