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"Lehrer können ihren Unterricht verbessern"

"Lehrer können ihren Unterricht verbessern"

Ende Juni wurde vom Bundesgerichtshof die Revision einer Lehrerin gegen die Betreiber eines Lehrerbewertungsportals im Internet abgewiesen, das heißt: Schüler dürfen weiterhin ihre Lehrer bewerten. Doch wie denken Schüler über diese Möglichkeit? Nehmen sie das Angebot in Anspruch? Und wie sieht Ihr Schulleiter das Ganze? Susann Striebel hat sich an der Realschule in Bad Waldsee umgehört.

 
 

Die beiden 13-Jährigen Bengi Tugba und Sandy Chau kennen das Internetportal zwar nicht und haben „noch nie Lehrer bewertet“. Doch ihre Bewertungen würden überwiegend positiv ausfallen. Ganz im Gegensatz zu Dejan Lazarevic (16). Er ist der Meinung, dass „wir Schüler dadurch die Möglichkeit haben, den Spieß umzudrehen und die Möglichkeit haben unsere Lehrer zu bewerten.“ Deshalb findet er, dass dieses Portal „eine gute Sache“ ist. Diese Meinung teilt er mit dem 17-Jährigen Yule Betz, der noch hinzufügt, dass „es gut ist, dass die Lehrer dort auch selber auf die Seiten gehen können und sehen, wie sie bewertet wurden. Das gibt ihnen die Möglichkeit, ihren Unterricht zu verbessern“ und an ihren Schwächen zu arbeiten.

„Solche Portale sind überflüssig“

Alexandra Kieble (16) sieht das allerdings etwas anders. Sie ist der Meinung, dass „diese Portale überflüssig sind, da es eigentlich konstruktiver wäre, Probleme schulintern zu regeln.“ Dennoch ist sie  in dem Internetportal registriert und hat  schon  Bewertungen abgegeben, die „überwiegend positiv“ ausfielen.  
Simon Feuchter (13) hingegen geht es gleich wie Tugba und Chau: Er kennt diese Portale nicht. Dennoch würde er „da gerne mal vorbeischauen und Kommentare  zu einzelnen Lehrern abgeben.“

Lehrerbewertungen sind okay, aber keine Beleidigungen

Auch Schulleiter Friedrich Schmid kennt besagtes Internetportal und hat sich darüber eine Meinung gebildet. Er findet die Bewertung von Lehrern in Ordnung, wenn es um ihre Fähigkeiten im Beruf geht. Dennoch gibt es Grenzen: „Beleidigungen dürfen nicht sein“, sagt Schmid und  möchte seinen Schülern auf den Weg geben, dass es in einem solchen Fall  zu Anzeigen kommen kann.

Von anderen Schulen weiß er, dass sie ihre Schüler gezielt ihre Schule und Lehrer bewerten lassen, was  ein aussagekräftigeres Ergebnis hervorbringt als wenn nur einzelne Schüler privat eine Bewertung abgeben. Schließlich sind im Falle einer privaten Bewertung auch  immer Schüler dabei, die enttäuscht über ihre Noten sind oder Ärger mit einem Lehrer haben und über ihre Bewertung Frust ablassen wollen.

Weiterführende Links

im Jugendnetz:

im weiteren WWW:

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