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Buchtipp:"Twilight"-Reihe von Stephenie Meyer

Buchtipp:"Twilight"-Reihe von Stephenie Meyer

„Wieder so ein dämlicher Vampirquatsch, in dem der Vampir selbstverständlich übernatürliche Kräfte hat“ – genau so hatte Lisa Schüßler darüber gedacht, als die ersten Mädels in ihrer Klasse angefangen haben, über den Roman zu sprechen. Sie gibt zu: "ich war voller Vorurteile, dieses Buch nervte mich. Dieses Buch lasen ausschließlich Mädchen - aber wieso? Und überhaupt - wieso liest das überhaupt jede?" Lisa Schüßler las die Bücher doch und ging diesen fragen auf den Grund.

 
 

Wieso liest man überhaupt?

Für den ein oder anderen mag es Zeitverschwendung sein ein Buch zu lesen. Es mag wirr klingen, sich dann auch noch mit diesem Buch zu beschäftigen und sich mit der Thematik auseinander zu setzen. Und doch - Bücher sind faszinierend und unumgänglich. Obgleich man ein solches literarisches Werk in der Schule vorgesetzt bekommt, das man dann liest oder eben nicht - ein jeder hatte es wohl schon mit Büchern zu tun. Es gibt Lesestoff, der lesenswert ist, der sich von anderen abhebt und mehrere Leute in seinen Bann zieht. Sucht man nach solch einem Buch, welches Faszination und Hysterie weltweit auslöst, fallen den meisten Menschen wohl Bücher wie „Harry Potter“ ein. Unrealistisch wie es sein mag - viele, Abermillionen Menschen haben sich die vielen Bände des kleinen Zauberers gekauft und gelesen. Es war und ist ein Muss, sich mit dieser Fantasiewelt zu beschäftigen.

Eine Buchreihe der besonderen Art

Genau so einen Welterfolg hatte eine andere Autorin - Stephenie Meyer, die ihre Bücherreihe „twilight“ auf die Menschen „losgelassen“ hat.

Alle, wirklich alle sprachen davon. Jeder wollte mit der Hauptdarstellerin im Buch „Bella Swan“ gleichziehen und die Geliebte des ach so tollen „Edward Cullen“ sein. Ich verdrehte schon jedes Mal die Augen, wenn wieder eine Klassenkameradin ankam und mit mir über das Buch sprechen wollte, dass dann schließlich die halbe Klasse gelesen hatte, wie sich herausstellte. Als dieser Hype nach einem halben Jahr immer noch nicht verflogen war, kam mir das komisch vor.

„Was ist denn so toll an dem Vampirgequatsche“, das habe ich einmal eine Freundin gefragt. Sie gab mir nur den Tipp, es erst einmal selbst zu lesen und mir ein eigenes Urteil zu bilden. „Nun gut!“, dachte ich mir, „wenn es dann so schlecht ist, kann ich ja immer noch aufhören zu lesen.“

Bis(s) zum Morgengrauen

Der Titel des ersten Buches „Bis(s) zum Morgengrauen“ kam mir zwar immer noch etwas suspekt vor, aber ich wollte mich ja nicht wieder von den alten Vorurteilen leiten lassen und fing an zu lesen.
Wer jetzt gedacht hat, ich hätte das Buch gleich wieder bei Seite gelegt, hat sich getäuscht. Das Buch fesselte mich, es waren Ferien und ich hatte nur eines im Kopf - was passiert als nächstes? Ich las und las und las und konnte nicht mehr aufhören. Dieses Buch war ganz anders, als ich gedacht hatte - einfach schön geschrieben. Was ich jetzt verstehen konnte, war, was alle Mädchen so toll an der „Liebesgeschichte“ von „Bella“ und „Edward“ fanden.

Gegensätze ziehen sich an

Ein Paar, das unterschiedlicher nicht sein könnte - er, ein Vampir, unbeschreiblich schön und unnahbar, sie, eine „Neue“, totaler Durchschnitt und noch wenig Anschluss in der neuen Schule. Besonders klasse finde ich beschrieben, wie sie sich näher kommen. So schwer es für ihn ist, menschliches Blut zu riechen, ist seine Liebe so stark, dass es zum Kuss kommt. Aber nein, nicht, dass das ganze Buch ein langweiliger Roman ist und man eh schon nach der ersten Zeile wusste, wie das Buch am Ende ausgehen wird, mit viel Spannung wird klar gemacht, sie dürfen nicht zusammen sein. Ich war total mitgerissen, wollte einfach nur wissen, ob sie endlich zusammenkommen und sich lieben dürfen.

Ein bisschen Kitsch schadet nicht

Als die beiden dann doch endlich ein Weg gefunden hatten, wurde es leider nicht leichter – Bella, die das einzige menschliche Wesen ist, das über das Geheimnis der Vampire Bescheid weiß, steht nun unter Druck und wird verfolgt. Wegen ihres guten Duftes wird sie von einem verfeindeten Vampir gejagt und angegriffen. Es ist einfach nur unglaublich, wie das Buch mich mitnahm - ich hatte Angst um Bella und verfluchte diesen anderen Vampir. Ich hoffte so inständig, dass Edward ihr helfen würde, und das tat er. Klar, irgendwie ist das Buch kitschig, deshalb wird es wohl nur von Mädchen gemocht, aber das macht es lesenswert.

Die Fortsetzungen der Bis(s)-Tetralogie

Dann kamen die weiteren Bände „Bis(s) zur Mittagsstunde“, „Bis(s) zum Abendrot“ und „Bis(s) zum Ende der Nacht“.
Die Bücher habe ich selbstverständlich gelesen und doch musste ich mir eingestehen, dass in einer Bücherreihe eben immer nur der erste Band das einzig Wahre ist. Ich könnte nicht sagen, die andern Bände seien schlecht und doch waren sie nicht annähernd so gut wie der erste. Vielleicht habe ich die drei weiter folgenden Bücher nur aus reiner Priorität gelesen, weil es eben „twilight“ ist. Im zweiten Band kam der Nebenbuhler „Jacob Black“, der schon im ersten Band immer versuchte, an Bella heranzukommen, um diese von sich zu überzeugen, jedoch ohne Erfolg, mehr in den Vordergrund.

Bella und Edward sind das einzig wahre Paar

Als Edward Bella dann nach dem Vorfall an ihrem 18. Geburtstag verließ, kam Jacob zum Zug. Edward verließ Bella, weil sein Bruder „Jasper“ Bellas Blut nicht widerstehen konnte, als diese sich in den Finger schnitt, er griff sie an und Edward kam zu dem Entschluss, zu gefährlich für Bella zu sein. Er trennte sich trotz großer Liebe. Vielleicht war es das, was mich so sehr störte. Bella beschäftigte sich im zweiten Band ausschließlich mit Jacob und Edward tauchte erst wieder viel später in den Bänden auf. Ich wollte gar keine Geschichte mit Jacob und Bella, nein, ich wollte eine Geschichte nur mit Bella und Edward. Als sich die beiden dann doch wieder gefunden hatten, schafften sie es, sich etwas näher zu kommen – und hier liegt der Knackpunkt bei mir.

Ende gut - Alles gut

Im vierten Band bekommen die beiden ein Kind zusammen. Weil Bella es bei der Geburt nicht lebend schaffen würde, wird sie von ihrem Geliebten, Edward, gebissen und ihr sehnlichster Wunsch, auch ein Vampir zu sein, geht in Erfüllung. Das ist, meiner Meinung nach, die Stelle, an der ich sehr enttäuscht von dem Buch war; wunderbar fand ich es, dass sie sich lieben ohne sich richtig nahe zu sein. Jetzt kann es Edward plötzlich aushalten mit Bella zu schlafen. Zudem kann er sie schwängern und sie kann das Kind austragen, was es noch nie zuvor in der Geschichte funktioniert hatte – alles, wie ich finde, zu viele Zufälle und zu viel „Happy End“ und vor allem zu unrealistisch.

Fazit

Edward und Bella können glücklich sein und ein Kampf mit anderen Vampiren wegen des Kindes wird abgewandt. Schade, dass die Bücherreihe einen solchen Schluss findet, der wohl trotzdem für einen Roman entsprechend ist. Alles in allem kann ich sagen, dass ich das Buch „Bis(s) zum Morgengrauen“ von Stephenie Meyer auf alle Fälle weiterempfehlen kann. Die andern Bände sind Geschmackssache und stehen im Schatten des ersten Buches, wie es so oft bei Bücherreihen ist. Das Buch gibt Mädchen die Chance sich gut mit der Hauptfigur Bella zu identifizieren und außerdem gibt es dem Leser die Möglichkeit, in eine andere, neue Welt abzutauchen. Wenn man eine gute Mischung aus Liebe, Dramatik, Emotion, Humor und Spannung haben möchte, ist die Bücherreihe „twilight “auf jeden Fall empfehlenswert.

Ein Artikel aus "Financial t('a)ime", Schülerzeitung der Kaufmännischen Schule (mit Wirtschaftsgymnasium) Tauberbischofsheim.

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