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extra film: Wer fühlen will, muss hören.

extra film: Wer fühlen will, muss hören.

Stelle dir vor, du sitzt in einem Kino und schaust einen Horrorfilm an. In einer angsteinflößenden Szene läuft dir ein Schauer den Rücken hinunter. Du merkst, du sitzt gebannt und regungslos da und lauschst der Melodie, die im Hintergrund ertönt – die Filmmusik. Doch wer komponiert die Musik, die uns in diesem Moment so sehr berührt und wie entsteht sie?

 
 

Die Filmmusik ist einer der wichtigsten Teile des Films, denn sie macht einen normalen Film zum Kassenschlager. Was wäre „Dirty Dancing“ ohne „Time of my life“ oder „Titanic“ ohne „My heart will go on“? Die Filmmusik verschafft dem Film eine individuelle Note und macht so manchen zu einem Spektakel mit großem Wiedererkennungswert. Doch wie Entstehen diese Melodien, die Generationen ihr Leben lang verfolgen und einem nie mehr aus dem Kopf gehen?

Vom Rohschnitt zur Tonmischung

Bevor irgendetwas komponiert werden kann, muss erst ein Rohschnitt des Filmes erstellt werden. Erst dann können sich Regisseure und Filmkomponisten zusammensetzten und erste Schnittfassungen durchgehen, um zu entscheiden welche Stellen musikalisch und mit welcher Art von Musik untermalt werden sollen.
Erst wenn diese Aufgabe vollständig erledigt ist, kann der Filmkomponist damit beginnen, die verschiedenen Instrumente zu wählen und einen ersten Notenentwurf zu erstellen. Nun müssen Orchestratoren diese verschiedenen Entwürfe an jedes Instrument anpassen und zusammenfügen. Wenn eine vollständig komponierte Melodie entstanden ist, wird damit begonnen die Musik synchron zum Film aufzunehmen. Bei der abschließenden Tonmischung liegt die letzte Entscheidung, die Musik zu verwenden oder nicht, bei den Produzenten. 

Musik verleiht Gefühl

Und diese Entscheidung muss gut bedacht sein, denn die Filmmusik soll den Zuschauern dabei helfen visuelle Eindrücke und Informationen besser aufzunehmen. Selbst eine Sekunde Musik in einem Film hat eine so große Wirkung auf den Zuschauer, dass er sich an den Film erinnern wird, selbst wenn er nur ein Teil der Melodie wiederhört.

 Und genau dies ist das Ziel der Produzenten. Durch die Musik versuchen sie Bilder eines Films einer Gefühlsebene zu zuordnen oder sie einfach lebendiger wirken zu lassen. Sie stellt eine außergewöhnliche Atmosphäre in traurigen, gruseligen oder romantischen Szene des Films her, die teilweise sogar unser Zeit– und Raumempfinden beeinflusst. Denn wie Florian Moser, Komponist des Soundtracks für den Film Cologne 3.0 schon sagte „Musik ist der Nährboden unserer Fantasie!“.

Dieser Artikel entstand im Rahmen des Projektes "thema macht Schule" der Klasse 10c am Otto-Hahn-Gymnasium in Ludwigsburg.

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