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extra kopfsache: Alles nur geträumt?

extra kopfsache: Alles nur geträumt?

Ist Traumdeutung ein Blick in die Zukunft oder einfach nur wirres Zeug? Träume zu verstehen ist schwierig. Sie zu erforschen stellt die Wissenschaft vor eine große Herausforderung. Paula Frank ging der Geschichte der Traumdeutung nach.

 
 
Träume hat jeder, das ist wissenschaftlich erwiesen. Jeder Mensch träumt etwa zwei Stunden pro Nacht, doch können sich die wenigsten nach dem Erwachen noch an ihre Träume erinnern. Selbst die, denen morgens noch einige Erinnerungsfetzen im Kopf herumschwirren, wissen selten was ihnen diese sagen sollen. Die Bedeutung des Traums bereitet den Menschen schon seit jeher Kopfzerbrechen. Früher wurden Träume oft für Botschaften Verstorbener oder sogar Gottes gehalten, da die Menschen sich deren Funktion nicht erklären konnten. Aber auch heute liefert die Forschung keine eindeutigen Ergebnisse, da es nicht einfach ist auf diesem Gebiet zu forschen. Um eine exakte Erforschung eines Traumes möglich zu machen, müsste man während des Schlafes in eine Menschen hineinschauen können. So weit ist die Wissenschaft glücklicherweise noch nicht. So bleiben nur die von Menschen wiedergegebenen Erinnerungen, welche oft durch eigene Scham oder auch unwissentlich abgeändert wurden.

Welche Rolle spielen Träume in unserem Leben?

Dies stellte auch schon Siegmund Freud fest, der sich als einer der ersten eingehender mit diesem Thema auseinandersetzte. Er versuchte, hauptsächlich im Selbsttest herauszufinden, welche Rolle unsere Träume in unserem Leben spielen. Doch auch Freud musste bald feststellen, dass es schwerer war, die eigenen, nächtlichen Erlebnisse wahrheitsgemäß wiederzugeben, als er zu Beginn gedacht hatte. Daher gelangte er zu dem Schluss, der Mensch würde in seinen Träumen die Dinge ausleben zu denen ihm im Wachzustand der Mut fehlt. Oder wie Freud sagen würde: „Der Mensch überwindet im Traum die von der Gesellschaft gegebenen Grenzen und verarbeitet so die Dinge für die er sich sonst schämen würde. Als Schutz vor dieser Scham wandelt er sie jedoch so um, dass sich nach dem Erwachen keinen Sinn zu ergeben scheinen.“
Auch heute, ungefähr 100 Jahre später, umgibt dieses Thema einen undurchdringlichen Nebel aus Fragen, welchen zu lichten uns nur sehr langsam gelingt. Ob wir unsere Träume je ganz verstehen werden? Wer weiß...

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