Drucken

freistil

 

extra mobil: Fortbewegung mal anders

extra mobil: Fortbewegung mal anders

Bus, Bahn, Roller oder Fahrrad: „Ist doch langweilig“, fand unsere Autorin Alina Ullmann. „Busse kommen sowieso immer zu spät!“ Was also tun? Alina hat bei ihrer Recherche viele verrückte alternative Fortbewegungsmittel gefunden. Und weil es so schön ist, gibt sie Tipps, wie man diese anwenden könnte, gleich dazu.

 
 
7.40 Uhr: Es ist eisig kalt und selbst mit der Thermostrumpfhose, die mir meine Mutter zum Weihnachtsfest geschenkt hat, friere ich unter dem leichten Jeansstoff meiner Hose. Wenn der Bus nur endlich kommen würde, hätte ich wenigstens einen Anreiz die gleich zu bestreitende Klassenarbeit zu schreiben. In der Schule wäre es warm und meine Gedanken dazu hoffentlich auch… 
7.42 Uhr: In spätestens 15 Minuten muss ich die Schultore aufstoßen, damit ich es vor Unterrichtsbeginn noch schaffe, in den Klassenraum zu sprinten und meine Arbeitsmaterialien herauszunehmen. Wo bleibt nur dieser blöde quietschgelbe Kasten?

Wo bleibt der Bus?

7.45 Uhr: Langsam werde ich wirklich nervös. Ich bin doch auf die öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen, um überhaupt zur Schule zu gelangen. Was soll ich machen, wenn der Bus gar nicht mehr seinen Weg zu meiner Haltestelle findet? Meine Lehrerin findet diese Ausrede garantiert nicht zum Lachen!
7.47 Uhr: Argghh! Seit fünf Minuten zeigt die neue elektronische Anzeige, die uns das ohnehin schon multimediale Leben wohl noch ein Stück angenehmer machen soll, ein Blinken an. Und dieses gelbe verpixelte Blinken auf dem schwarzen Hintergrund bedeutet eigentlich, dass die Ankunft meines Busses genau jetzt erfolgt!
7.49 Uhr: Jipididuh! Da kommt etwas Großes um die Ecke!
8.10 Uhr: Meine Freude über das Erscheinen des Busses ist ungetrübt, aber meine Vorfreude auf das Gesicht meiner Lehrerin möchte ich mir lieber nicht ausmalen, wenn ich gleich entschuldigend in den Klassenraum stürmen werde und mir die üblichen Verwarnungen anhören muss.
9.50 Uhr: Vollkommen entnervt und mit einem flauen Gefühl im Magen (man erinnere sich an die Klassenarbeit) verlasse ich den beige gestrichenen Raum. Wie ich mich darüber aufregen könnte, dass mir die Verspätung die Zeit für die letzte Aufgabe geraubt hat! Ich gehe erstmal auf den Hof und laufe eine Runde, um meinem Ärger Luft zu machen. Vielleicht komme ich dabei auf eine Idee, wie ich verhindern kann immer und immer wieder wegen der Unpünktlichkeit dieser gängigen Verkehrsmittel (mit dem Auto ist es ja nicht anders) zu spät zu kommen.

Alternativen zu Bus, Bahn und Fahrrad

10.52 Uhr: Bin immer noch am Überlegen was es denn neben Fahrrad, Flugzeug, Hubschrauber, Bus, Bahn, Auto und Schiffen für feine und zugleich außergewöhnliche Arten sich fortzubewegen gibt. Ratter, ratter, ratter…
15.16 Uhr: Tara! Mir kamen blitzende Ideen! Ich habe eine Liste mit den skurrilsten Fortbewegungsmitteln erstellt, die mich vor Unpünktlichkeit schützen könnten - auch wenn sie leider nicht gerade realistisch sind: Daher inszeniere ich einen Tag, an dem ich diese Fortbewegungsmittel benutze – und  immer pünktlich ankomme!
Bevor ich mich auf das Date mit meinem Traummann vorbereite, brauche ich den weiblichen Rat meiner besten Freundinnen. Aber anstatt sich auf langweilige Art irgendwo hinzusetzen, könnte man mit dem ConferenceBike und sechs Freunden ins Grüne fahren. Das Conference Bike ist eine tolle Sache: Bis zu sieben Leute sitzen auf einem großen runden Fahrrad im Kreis, alle treten und einer lenkt.

Imposanter Auftritt im Hundeschlitten

Nach ausgiebiger Einholung von Tipps und Tricks und Getratsche mit den Vertrauten begebe ich mich mit motorbetriebenen Inline-Skates,  so genannten Power Blades, auf den Rückweg. Zu dem vereinbarten Treffpunkt mit dem Liebsten gelange ich mit einem Rollercycle, einem motorbetriebenem Einrad, durch das ich sehr galant daherkommen während er wie in einem Traum auffällig mit dem Hundeschlitten anreist, um mir zu imponieren. Am See angekommen steigen wir in ein Luftkissenfahrzeug, auch als Hovercraft bekannt, das uns mithilfe von Luftpolstern beziehungsweise Luftkissen über des Wasser gleiten lässt. Am Ponton, einer Art schwimmender Plattform nehmen wir ein liebevoll vorbereitetes Picknick zu uns.

Auf dem Rücken eines Elefanten

Um wieder an Land zu gelangen, bedienen wir uns eines Hydrokopters. Das ist ein Amphibienfahrzeug, das mit einem Flugzeug-Propeller angetrieben wird. Noch schnell die nassen Füße abtrocknen und dann zum nächsten Schmankerl: Um noch einen draufzusetzen, gestaltet sich der Rückweg orientalisch: auf dem Rücken eines Elefanten. Und bevor ich mich versehe, werde ich mit einer Sänfte, anstatt mit den Händen, über die Türschwelle getragen...
Am nächsten Morgen geht es an den Schatz gekuschelt im Golfmobil zur Arbeit, um den Kollegen in strahlender Manier vom wunderbaren vergangenen Tag zu erzählen.

Weiterführende Links

im Jugendnetz:
im weiteren WWW:
thema lebt von seinen jungen Machern. Damit wir auch in Zukunft jung, lebendig und aktuell bleiben, suchen wir ständig junge Menschen, die Lust haben, selbst aktiv zu werden und etwas beizusteuern.

Wir suchen dich! - für thema

thema lebt von seinen jungen Machern. Damit wir auch in Zukunft jung, lebendig und aktuell bleiben, suchen wir ständig junge Menschen, die Lust haben, selbst aktiv zu werden und etwas beizusteuern. >>>