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Janos Burghardt // yaez
"Früher habe ich morgens 15 Minuten bis zur S-Bahn gebraucht. Heute sind es neun", sagt Pascal Bueb, ein Stuttgarter Traceur.
Le Parkour nennt sich die Kunst, Wege in der Stadt nicht als gegeben hinzunehmen, sondern eigene zu finden. Die Künstler nennen sich
Traceure und springen über Hindernisse, überwinden Mauern und Stangen. Pascal (18), Reinhard Gross (20) und Alp Coskun (19) sind Traceure, sie treffen sich zum gemeinsamen Training. "Es gibt keinen Trainer, die Erfahreneren geben ihr Wissen weiter", erklärt Pascal.
Effektive Art der Fortbewegung
Er selbst war zum Lernen in Lisses, einem Pariser Vorort. Hier stammt die "L’art du déplacement" (französisch: "die Kunst der Fortbewegung") her. Am Anfang stand für alle drei Traceure die Faszination für die Bewegung, die sie in Videos im Fernsehen und Internet gesehen haben. "Als ich das zum ersten Mal sah, war ich unsportlich. Jetzt, drei Jahre später, überwinde ich zwei Meter hohe Mauern und springe über jegliche Hindernisse", sagt Pascal. "Mit Training und der Einstellung, sich als Traceur zu verstehen, kann jeder das schaffen". Le Parkour wird für die Traceure tatsächlich zur Lebenseinstellung, meint Reinhard: "Ich sehe meine Mitmenschen in Gedanken verloren ihre Wege gehen. Sie nehmen ihre Umwelt kaum wahr. Als Traceur bist du aufmerksamer und denkst über eine effektive Fortbewegung nach."

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