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Es lebe die Zerstörung! Von Büchern, die keine sind...

Es lebe die Zerstörung! Von Büchern, die keine sind...

„Libri amici, libri magistri - Bücher sind Freunde, Bücher sind Lehrer“ – das behaupteten zumindest die alten Römer. Eine neue Generation gebundener Seitensammlungen macht sich allerdings drauf und dran, zumindest ersteres zu widerlegen: Anstatt gut behandelt und stetig abgestaubt zu werden, fordern sie vom „Leser“ sie zu bearbeiten – was nicht selten bleibende Schäden zur Folge hat.

 
 

Lesen ist doch langweilig. Mit Büchern lassen sich doch viel schönere Dinge anstellen. Ein Buch zu bemalen, zu bekleben, zu zerschneiden, das kann doch sehr befreiend sein.
Was erwartet man normalerweise von einem Buch? Eine Geschichte? Tod und Emotionen? Auf jeden Fall einen langen und ermüdenden Text. Aber was ist mit Büchern, die eine Anleitung zur systematischen Zerstörung ebenjener beinhalten, wie etwa die Veröffentlichungen „KeinBuch“ oder „Mach dieses Buch fertig“? „Antibücher“, die uns endlich von der Illusion befreien, mit Büchern müsse man sorgfältig und behutsam umgehen – darauf haben manche vielleicht schon länger gewartet.
Mit zermatschten Beeren malen, die Fusseln aus Hosentaschen auf die Seiten kleben, Strichlisten, mit der Anzahl der Stuhlgänge führen oder Seiten in Brand setzen – wer wollte das noch nicht? Und das sogar auf Wunsch des Autors. Alles was man braucht sind Geistesblitze, Dreck, Müll, Hände, viel Zeit und Spaß am kreativen Zerstören. Denn das fertige Buch soll schließlich ein wahres Kunstwerk werden. Ist das schon Dadaismus? Oder Anarchie? Eine Revolution der Schweinehunde in uns?
Nach dem Motto „Zerstören ist Neues schaffen“ sind diese Bücher nicht nur etwas für Lesemuffel, auch echte Leseratten können damit endlich ihre geheimen Phantasien ausleben und alles vergessen, was sie jemals über den respektvollen Umgang mit Gedrucktem gelernt haben. Ob man dafür tatsächlich eine Anleitung braucht ist fraglich, aber natürlich fällt das Verunstalten so leichter, wenn es ausdrücklich vom Buch erwünscht wird. So kann jeder aktiv an der Entstehung seines individuellen Kunstwerks teilhaben.

Weiterführende Links

im Jugendnetz:

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Diesen Monat verlassen wir die gewohnten Pfade und begeben uns auf Reisen. Wohin diese führen? Das weiß wahrscheinlich niemand so genau. Schließlich kann es einen überallhin verschlagen. Zum Urlaub in die Staaten oder im Rahmen eines Austauschprogramms nach Frankreich. Völlig egal, Hauptsache weg von daheim! 
Wer mit uns auf Entdeckungsreise gehen will, ist hier genau richtig, beim extra unterwegs.

extra unterwegs: Das kommt im Januar/Februar 2012

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