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Motorrad – mein Glück!

Mädchen und Motorräder? Na klar! Loreen berichtet über ihre Liebe zum Motorradfahren.

 
 

„Verheize deinen Reifen, aber nicht dich selbst“ – diese Worte werden einem Motorradfahrer schon sehr früh ans Herz gelegt. Denn jedem Motorrad-Freak ist klar, dass dies nicht das ungefährlichste Hobby ist, doch es machen trotzdem viele, denn beim Motorrad-Düsen entdecken wir Kind, Leidenschaft, Begeisterung in uns! Aber warum eigentlich?
Ich kann sagen, dass ich als A1 Fahrerin, welche das Motorrad mit 125 ccm offen fahren darf, schon oft in Situationen gekommen bin, wo Autofahrer die Unfallverursacher gewesen wären und nicht ich! Jedoch hatte ich immer einen Schutzengel dabei. Viele wissen nicht einmal, dass seit 2013 die 125er offen gefahren werden dürfen und nicht mehr auf 80 km/h gedrosselt werden müssen.
Warum Motorrad-Fahren trotz diesen Gefahren mein Glück ist, das fragen sich jetzt sicherlich viele. Autofahren, das kann doch jeder! So wie jeder den Spruch kennt: „Kopfhörer rein. Musik an. Welt aus!“ Für mich ist dies übertragbar auf: „Helm auf. Motorrad an. Welt aus!“ Sobald ich auf dem Moped oder Motorrad sitze, schalte ich die Welt um mich ab. Ab hier ist es ein Abenteuer für mich. Denn als Motorradfahrer ist man der Natur viel näher als die Autofahrer, man nimmt die einen umgebende Natur viel stärker wahr, riecht förmlich die Welt um sich herum und wird mit ihr eins. Natürlich muss ich den Verkehr trotzdem beachten, aber ich kann den ständigen Schulstress oder auch Probleme einfach mal vergessen, endlich voll Spaß haben. Es ist einfach die Freiheit, die man spürt, wenn einem der Wind um die Ohren bläst, man einfach mal Gas geben und alles hinter sich lassen kann. Es macht Spaß, seine Grenzen zu kennen, dennoch kommt man oft in Schock-Situationen, welche einen wieder zum langsameren Fahren bewegen. Mein Glück ist es, dass ich von der Schule nach Hause düsen kann und einfach schon ausgeruht bin von dem ganzen stressigen Schultag. Motorrad fahren ist für mich wie ein Ausgleich, wie für viele andere Fußball spielen. Ich habe genauso Lust mich zu bewegen, aber ich möchte die Bewegung selbst erleben. Es ist der Kick und auch das Adrenalin, das aufsteigt, wenn man Gas gibt. Den Sound des Motors im Ohr. Trotzdem ist es eher ungewöhnlich als Mädchen Motorrad zu fahren und so scharf drauf zu sein. Oft liegt das in der Familie. Ich konnte schon als Kind in den Genuss kommen, Motorrad zu fahren, auch wenn hierbei nur als Sozius. Doch selbst das macht Spaß, selbst hierbei kann man die Freiheit spüren, alles hinter sich lassen und einfach nur mit Papa eine Runde düsen. Wenn der Wind gegen dich drückt und du einfach Widerstand leisten musst. Freiheit, Widerstand, Eins-Werden mit der vorbeifliegenden Natur, sie in diesen Momenten voll in sich aufsaugen und sie dennoch hinter sich lassen! Ich liebe es einfach meine Schutzkleidung anzuziehen, mich auf das Motorrad zu setzen und los zu brausen. Es ist so ein tolles Gefühl, was sich kaum beschreiben lässt - man muss es selbst erleben!



 

 

Loreen Schildger

 

 

 

 

Weiterführende Links
FT-Abi-Plattform (Wirtschaftsgymnasium Tauberbischofsheim):
•Zur Schülerzeitung Financial T('a)ime
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www.KlausSchenck.de

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